Die EU-Staats- und Regierungschefs einigten sich am 23. März, dass „Reduzierungspfade in der Größenordnung von 15 – 30 % bis zum Jahr 2020 […] – im Sinne der Schlussfolgerungen des Rates (Umwelt] - in Aussicht genommen werden sollten“.
Aufgrund des Drucks von Deutschland und Österreich werden in den Schlussfolgerungen jedoch keine genauen Reduzierungsziele für den Zeitraum nach 2020 festgelegt. Damit wurde der Empfehlung der Umweltminister, die Emissionen um 60 bis 80 % zu verringern, nicht Folge geleistet.
Die EU-Chefs bestehen außerdem darauf, dass die angestrebte Verringerung um 15 bis 30 % „vor dem Hintergrund der weiteren Beratungen über die Voraussetzungen für die Verwirklichung des Ziels, einschließlich der Kosten/Nutzen-Frage, überprüft werden“ müsse.
Die Ergebnisse dieser Analysen sind voraussichtlich, zumindest teilweise, vom Ausgang der globalen Klimaverhandlungen in Montreal abhängig, die Ende dieses Jahres stattfinden. In diesem Zusammenhang betonen die EU-Chefs, „dass die EU fest entschlossen ist, den internationalen Verhandlungen neuen Anstoß zu geben“. Die EU wolle auch für eine „möglichst breite Mitwirkung aller Länder“ sorgen, um eine möglichst wirksame internationale Antwort auf die globalen Herausforderungen liefern zu können.
Die EU-Chefs fügen hinzu, dass geprüft werden sollte, „wie die Länder mit einem hohen Energieverbrauch – darunter auch die Schwellen- und Entwicklungsländer – wirksam einbezogen werden können“, vor allem China und Indien.



