- 'integrierte Stadtentwicklungsstrategien'
Die Leipzig-Charta empfiehlt eine Stadtentwicklungspolitik, die über die traditionelle öffentliche Verwaltung hinausgeht, um den Beitrag und die Einbindung eines weiten Spektrums an ‚wirtschaftlichen Akteuren, Stakeholdern und der allgemeinen Öffentlichkeit’ auf lokaler, regionaler und europäischer Ebene einzuschließen.
Dieser „integrierte“ Ansatz wird auch als wichtige Voraussetzung für die Umsetzung der EU-Strategie für nachhaltige Entwicklung (EurActiv Linksdossier) angesehen, welche die Wirtschaft, NGOs und die Bürger zu einem verstärkten Engagement für nachhaltige Entwicklung aufruft.
Die Charta erklärt, dass ein „angemessenes Rahmenwerk“ für umfassende politische Maßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene eingerichtet werden solle, aber sie schlägt keine konkreten Maßnahmen oder Strukuren vor. Sie nennt eher allgemeine Richtlinien und Empfehlungen, welche die Politiker dazu auffordern, sich um mehrere Schwerpunktgebiete zu kümmern: öffentliche Räume, bessere Infrastrukturen und Verbesserungen der Energieeffizienz sowie „proaktive“ Innovations- und Bildungspolitiken.
- Schwerpunkt 'benachteiligte Wohngebiete'
Für die Beziehung zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Nachhaltigkeit schenkt die Leipzig-Charta Problemen wie hoher Arbeitslosigkeit und sozialem Ausschluss bemerkenswerte Aufmerksamkeit. Obwohl in der Charta nicht ausdrücklich Bezug auf sie genommen wird, könnten die schweren Unruhen in französischen Städten im Jahr 2005 einer der Gründe sein, warum diesen Faktoren in der Charta soviel Bedeutung beigemessen wird. Erneut wird eine umfassende Stadtentwicklungspolitik als mögliche Lösung vorgeschlagen, insbesondere in Hinblick auf die Verbesserung der lokalen Wirtschaft und Arbeitsmärkte, auf Bildung und Ausbildung junger Leute sowie auf die Bezahlbarkeit und Effizienz städtischen Verkehrs.
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Mehr EU-Fonds
Die Charta betont, dass die Mitgliedstaaten die Möglichkeit haben sollten, die europäischen Strukturfonds für nachhaltige, umfassende städtische Entwicklungsprogramme zu nutzen.



