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Stellenangebot registrierenNach neuen Zahlen der Europäischen Umweltagentur (EEA) werden nur Großbritannien und Schweden die im Kyoto-Protokoll vereinbarten Vorgaben für die Reduzierung von Treibhausgasen einhalten können.
Die Europäische Umweltagentur warnte am 27. Oktober 2006 davor, dass die alten Mitgliedstaaten der EU ihre Anstrengungen vergrößern müssten, wenn sie den Ausstoß von den Treibhausgasen verkleinern und die Reduktionsziele des Kyoto-Protokolls einhalten wollten.
Wie die neue Studie „Greenhouse-gas emission trends and projections in Europe 2006“
der in Kopenhagen ansässigen Umweltagentur belegt, werden die Emissionen in Europa bis 2010 nur um 0,6% sinken, womit die in Kyoto vereinbarte Reduzierung um 8% bis 2012 unerreichbar sein dürfte.
Im Hinblick auf die Beiträge der Mitgliedstaaten, die unterschiedliche Reduzierungsvorgaben zur Erreichung der für die gesamte EU geltenden 8% vereinbart haben, können momentan nur Schweden und Großbritannien ihre Ziele erfüllen, so die Umweltagentur.
Sollten zusätzliche Maßnahmen wie die flexiblen Mechanismen des Kyotoprotokolls oder die Wiederaufforstung in vollem Umfang zum Einsatz kommen, könnten drei weitere Länder – Frankreich, Deutschland und Griechenland – ihre Reduktionsziele erreichen. Finnland, Luxemburg und die Niederlande könnten dann sogar die Vorgaben übertreffen.
Nach Angaben der Europäischen Umweltagentur müssten zur Erreichung des 8%-Zieles vor allem folgende Maßnahmen effektiver gestaltet werden:
„Nur wenn alle existierenden und geplanten nationalen Reduzierungsmaßnahmen umgesetzt und die Kyotomechanismen und CO2-Senken genutzt werden, können die Emissionen auf 8% reduziert werden“, so die EEA.
Anfang der Woche sagte Umweltkommissar Stavros Dimas, dass die ihm aus 17 Mitgliedstaaten vorliegenden nationalen Pläne zur Reduzierung der CO2-Emissionen zeigten, dass die Mitgliedstaaten in dem Zeitraum von 2008-2012 15% mehr Treibhausgasse ausstoßen wollten als im Zeitraum von 2005-2007. Es wird erwartet, dass die Kommission einige der „Nationalen Allokationspläne“ Ende November zurückweisen wird, damit die EU ihren Kyoto-Verpflichtungen nachkommen kann (EurActiv vom 25. Oktober 2006).