Die Frage, wie den Auswirkungen des Luftverkehrs auf das globale Klima begegnet werden kann, ist ein äußerst heikles politisches Thema. Roberto Salvarani, Chef der Umwelt- und Sicherheitsabteilung der Verkehrsdirektion der Kommission bestätigte, dass diese Thema unter dem britischen Ratsvorsitz angegangen werden würde.
Mehrere Möglichkeiten zur Verringerung der klimaschädlichen Auswirkungen von Flugzeugen werden derzeit in Erwägung gezogen:
- Die Aufnahme des Luftverkehrs in das EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS). Dies würde bedeuten, dass es auch Stickstoffoxid umfassen würde, während das System derzeit lediglich das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) betrifft. Die CO2-Emissionen des Luftfahrtsektors in der EU sind relativ gering (sie machen 2 % des menschlich verursachten Ausstoßes aus). Der größte Klimaschaden des Luftverkehrs wird von Stickstoffdioxid verursacht, welches, insbesondere wenn es in großer Höhenlage ausgestoßen wird, zur Bildung von Ozon führt und damit zur globalen Erwärmung beiträgt.
- Einführung eines Gebührensystems, welches auf der Verbrennungsmenge basieren würde (Kosten per Einheit)
- Einführung einer Kerosinsteuer
Vorschläge für weniger tief greifende Maßnahmen liegen ebenfalls auf dem Tisch:
- Verringerung von Flugstrecken, durch eine bessere Kontrolle des Luftraums und bessere Betriebssysteme
- Verbesserung der Treibstoffeffizienz von Flugzeugen
Indessen ist ungewiss, ob es überhaupt machbar wäre, die Flugzeugemissionen rechtzeitig zum Beginn der zweiten Phase des EU-ETS im Jahr 2008 in das System zu integrieren. Dies würde die Zustimmung von sowohl Rat und Parlament erfordern - ein Verfahren, das mehrere Jahre dauern könnte, wenn kein solider Konsens zwischen den beiden Insitutionen zustande kommt.



