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Genmais: EU-Gespräche in der Sackgasse [DE]

Veröffentlicht 26. Februar 2009 - Aktualisiert 29. Januar 2010
Tags
GMO
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Ein Treffen von EU-Experten für Biotechnologie endete gestern (25. Februar 2009)  in einer Sackgasse, nachdem keine Einigung über den verstärkten Anbau von genmanipuliertem Saatgut erzielt werden konnte, welches in Europa sehr umstritten ist.

Den EU-Ministern wird in Kürze der Antrag auf  die Zulassung von zwei genetisch veränderten Maissorten vorgelegt werden.

Bei den Maissorten deren Zulassung bei dem Treffen diskutiert wird, handelt es sich um Bt-11 Mais, eine Sorte die von der Schweizer Firma Syngenta erschaffen wurde und 1507-Mais, der unter Zusammenarbeit der Firmen Pioneer Hi-Bred International (eine Abteilung von DuPont Coand Mycogen Seeds) und Dow AgroSciences entstanden ist.

Die Entscheidung frustriere sie nur noch mehr, sagte Sygenta in einer Erklärung. Die heutige lang erwartete Abstimmung hätte einen Wendepunkt für die derzeitig langsame und hoch politisierte Diskussion über die Zulassung von genmanipulierten Pflanzen darstellen.

Landwirte in Argentinien, Brasilien; Kanada, Südafrika, den Philippinen, Uruguay und der Vereinigten Staaten hätten Bt11-Mais sicher und erfolgreich über zehn Jahre lang gepflanzt, fügte die Firma hinzu.

Der Anbau neuer modifizierter Pflanzen stellt den umstrittensten Aspekt der Gentechnik-Debatte in Europa dar und seit 1998 wurde keine neue Pflanzensorte mehr zugelassen.

Jedoch wurde seit 2004 der Import einer Reihe von genmodifizierten Produkten zur Nutzung für Nahrung und Tierfutter zugelassen. 

Mais der Sorte 1507 würde seit 2003 im kommerziellen Anbau verwendet, ohne je negative Konsequenzen für die Umwelt, die Ernährungssicherheit oder die Gesundheit der Verbraucher gehabt zu haben. 

Man bedauere, dass die Mitgliedstaaten es versäumten ein entscheidendes Votum abzugeben, das auf wissenschaftlichen Belegen und gesundem Menschenverstand basiere, fügten die Sprecher des Unternehmens hinzu.

Jedoch sagte die Umweltorganisation Greenpeace, dass der Stillstand die Notwendigkeit widerspiegle, den EU-Zulassungsprozess für genmanipulierte Pflanzen zu optimieren. Dies wurde bereits von einigen Umweltministern empfohlen.

Die Kommission habe diese Empfehlungen völlig ignoriert, sagte der Greenpeace-Aktivist Marco Contieri. Die Sorgen der EU-Bürger über genmanipulierte Lebewesen könnten nicht länger ignoriert werden.

Die Mitgliedstaaten hätten solange die volle Kontrolle darüber, was auf ihrem Gebiet gepflanzt würde, bis die Vorschläge für eine Überarbeitung des Entscheidungsprozesses von der Kommission ernst genommen würden, so Contieri weiter.

Diplomaten sagen, dass die Zulassung des Anbaus einer neuen genmanipulierten Pflanze bei der derzeitigen Stimmung in der EU nahezu unmöglich sei. Wenn die EU-Minister nicht zu einem Ergebnis gelangen, geht der Antrag weiter an die Kommission.

Wenn das passiere, würde die Kommission wahrscheinlich letzten Endes standardmäßig zehnjährige Lizenzen herausgeben. Dies könne aber einige Zeit dauern. 

(EurActiv mit Information von Reuters)

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