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Interview: US-Energieunternehmen befürwortet EU-Emissionshandel [DE]

Veröffentlicht 31. Oktober 2006 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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In einem Gespräch mit EurActiv sprach John Krenicki, Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender von GE Energy, darüber, dass sein Unternehmen in Erwartung eines US-Emissionshandelsystems bereits in saubere Energietechnologien investiere. 

Langsam verändert sich in Amerika die Einstellung zum Klimawandel und eine steigende Anzahl von Staaten, Bürgermeistern und Unternehmen fordern mittlerweile, Maßnahmen auf föderaler Ebene einzuleiten. 

In einem Exklusivinterview mit EurActiv betonte John Krenicki, Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender von GE Energy, einem Energiekonzern, der in Windturbinen, saubere Kohle-Technologien und andere saubere Energieverfahren investiert, dass er der Auffassung sei, die Reduzierung der Treibhausgasemissionen sei der „einzig richtige Weg“.

Auf die Frage, ob ein Handelssystem für CO2-Emissionen in den USA sinnvoll sei, sagte Krenicki, seiner Auffassung nach würde ein ähnliches System voraussichtlich in den USA eingeführt werden. Es werde möglicherweise nicht in der gleichen Form umgesetzt aber, dass Kohlenstoff in Zukunft eine Rolle spielen werde, daran gäbe es wenig Zweifel.

Krenicki ist ebenfalls der Auffassung, dass eine solche Entwicklung eher früher als später stattfinden wird. In den USA würden in den nächsten vier Jahren zwei wichtige Wahlen stattfinden: „Wir überlassen diese Entscheidung den Politikern“, so Krenicki.

EU-Industrieverbände haben das EU-Handelssystem für Emissionsrechte mit dem Argument kritisiert, es treibe die Strompreise in die Höhe und untergrabe die Wettbewerbsfähigkeit der EU. 

Krenicki stimmt mit dieser Haltung nicht überein, sondern argumentiert dahingehend, dass der Druck für größere Effizienz die Wettbewerbsfähigkeit steigert. Ein Emissionshandelssystem beeinträchtige demnach nicht die Wettbewerbsfähigkeit. 

GE Energy gehört zu den drei größten Produzenten für Atomkraftwerke und Krenicki argumentiert für eine Einbeziehung von Atomkraft in die Überlegungen. Wenn CO2-Reduzierung das Ziel sei, sei Atomkraft die größte und bedeutendste Option um CO2-freien Strom zu produzieren. Des Weiteren würde Atomkraft nach der Inbetriebnahme die geringsten Kosten und keine CO2-Emissionen verursachen und sei somit eine relevante Option. 

In den USA haben bisher 266 Bürgermeister ein Klimaschutzabkommen unterzeichnet und in Kalifornien hat Gouverneur Arnold Schwarzenegger vor kurzem ein starkes Klimawandel-Gesetz für seinen Staat erlassen.

Obgleich unwahrscheinlich bleibt, dass die USA jemals das Kyoto-Protokoll unterzeichnen werden, werden die Verhandlungen für die Zeit nach 2012, wenn die Ziele des Abkommens auslaufen, fortgesetzt. Dies wird bei der 12. Tagung des UNFCCC, in dessen Rahmen das Protokoll ausgearbeitet wurde, vom 6. bis zum 17. November in Nairobi, Kenia, aufgegriffen werden. Die USA sind Teil des UNFCCC, haben jedoch nicht das Kyoto-Protokoll unterzeichnet. 

Klicken Sie hier, um das ganze Interview zu lesen. 

 

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