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Kommission: Verringerung der CO2-Emissionen des Luftverkehrs "machbar" [DE][en][fr

Erschienen: Montag 1. August 2005    | Aktualisiert: Sonntag 8. April 2007   

Die Kommission hat eine Studie veröffentlicht, laut derer die Aufnahme der Luftfahrt in das CO2-Emissionshandelssystem der EU (ETS) "machbar" wäre. Der Anstieg von Ticketpreisen, der sich hieraus ergeben würde, stoße in der Öffentlichkeit auf breite Akzeptanz.

Hintergrund:

Die Kommission hat sich mit verschiedenen Möglichkeiten der Verringerung der klimaschädlichen Auswirkungen der Luftfahrt befasst (siehe EurActiv, 31. Mai 2005). Während der diesjährigen Grünen Woche im Juni 2005 hat sie zu dieser Frage eine öffentliche Internet-Konsultation gestartet. Nach Kommissionsangaben nahmen 5.600 Einzelpersonen und 200 Organisationen an der Konsultation teil. 

Die Kommission geht davon aus, dass der Treibhausgasausstoß in der EU von internationalen Flügen zwischen 1990 und 2004 um 73 % angestiegen ist. Demnach entfielen „mehr als 60 % aller Emissionen von Luftfahrzeugen, die von Flughäfen in der EU aus starten, auf Flüge aus EU-Ländern in Nicht-EU-Länder“.

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Weitere Nachrichten:

Die öffentliche Konsultation zu den negativen Auswirkungen des Luftverkehrs auf die globale Klimaerwärmung lief bis zum 29. Juli.

Laut der Kommission fand das Ziel der Einbeziehung der Luftverkehrsbranche in die Bemühungen zur Begrenzung des Klimawandels bei 82 % derjenigen, die an der Konsultation teilnahmen, „volle Unterstützung“. Nur 13 % fanden höhere Ticketpreise als Folge der Einbeziehung nicht akzeptabel.

EU-Umweltkommissar Stavros Dimas hat erklärt, die Konsultation hätte ergeben, dass „man [in den Bevölkerungen] versteht und akzeptiert, dass dies sein muss, selbst wenn eine leichte Anhebung der Ticketpreise die Folge wäre.“ 

Eine StudiePdf external , die gemeinsam mit den Ergebnissen der Konsultation veröffentlicht worden ist, gelangt zu dem Schluss, dass die Einbeziehung des Luftverkehrs in das EU-System für den Handel mit Treibhausgaszertifikaten "machbar" wäre.  

In einer Pressemitteilung der Kommission heißt es weiter, „dass die EU die rechtliche Handhabe hätte, diese Emissionen in das System einzubeziehen, sofern alle Luftverkehrsunternehmen unabhängig von ihrer Nationalität gleich behandelt würden“.

Positionen:

Einige Luftfahrtgesellschaften lehnen das Vorhaben der Kommission entschieden ab, da technologische Verbesserungen ihnen zufolge ausreichten, um die Emissionen zu verringern.

Laut der Kommission müssten klimafreundlichere Technologien jedoch „wesentlich schneller als bisher entwickelt und eingeführt werden“, um mit dem erwarteten Luftverkehrswachstum Schritt halten zu können. 

Andere Luftfahrtgesellschaften, darunter British Airways, vertreten die Auffassung, dass die Emissionen zurückgehen müssten, damit sie nicht als Melkkuh für die Finanzierung von Projekten außerhalb der Luftverkehrsbranche, etwa im Bereich Entwicklungshilfe, dienen würden.

Nächste Schritte:

  • Die Kommission könnte noch vor Ende 2005 einen Legislativvorschlag vorlegen.

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