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Neuer Klimawandel-Bericht löst Kontroversen aus

Veröffentlicht 25. Januar 2005 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Ein neuer wissenschaftlicher Bericht kommt zu dem Schluss, dass die Politiker weniger als 10 Jahre Zeit haben, um drastische Maßnahmen zur Verhinderung von durch die Klimaänderung verursachten globalen Katastrophen zu ergreifen. 'Klimawandel-Skeptiker’ in den USA und Europa werden wohl eher mit Verärgerung auf den Bericht reagieren.

Der Bericht    "Meeting the climate change" wurde von der International Climate Change Taskforce ausgearbeitet, die von drei führenden Think Tanks – dem Institute for Public Policy Research in the United Kingdom (UK), dem Center for American Progress in the United States (US) und The Australia Institute - ins Leben gerufen wurde. Sie besteht aus Führungskräften aus dem öffentlichen Dienst, Wissenschaft, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft in sowohl Entwicklungs- als auch Industrieländern.

Die Empfehlungen der Taskforce sind an die G8 und den britischen EU-Ratsvorsitz gerichtet, der im Juli 2005 beginnt. Die wichtigste Schlussfolgerung des Berichts besteht in der Feststellung, dass die Regierungen der Welt schneller zu radikaleren Maßnahmen greifen müssen, wollen sie große Naturkatastrophen, die von der Zunahme der Kohlendioxid-Konzentration in der Erdatmosphäre hervorgerufen werden, verhindern.

Die britische Regierung hat den Bericht begrüßt. Indes ist die Bush-Adminstration dem Verlauten nach verärgert über die Rolle des wissenschaftlichen Ratgebers Dr. Rajendra Pachauri, dem Vorsitzenden des offiziellen Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderung (IPCC). Im Jahr 2001 hatte Pachauri Dr. Robert Watson auf Druck der USA hin, die Watson als zu ‚aggressiv’ betrachtet hatten, als Chef des IPCC ersetzt. 

Der Bericht wird aller Wahrscheinlichkeit nach eine Diskussion zwischen den ‚Klimawandel-Gläubigen’ und ‚-Skeptikern’ entfachen. Erstere weisen darauf hin, dass es einen wachsenden wissenschaftlichen Konsens gibt, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht wird, während Letztere befürchten, dass drastische Maßnahmen zu einer Verringerung der Finanzmittel für dringendere Probleme in der Welt, wie etwa AIDS, führen könnten oder auch, dass eine tief greifende Klimaschutzpolitik negative Auswirkungen auf Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftswachstum haben würde.

Die EU hat in Sachen Klimaschutz eine globale Vorreiterrolle eingenommen und bereitet bereits weitere Maßnahmen für die Phase nach Ablauf des ersten ‚Kyoto-Verpflichtungszeitraums’ (2008-2012) vor. Europäische Industriekreise stellen diese Führungsrolle der EU indes infrage, da sie ihnen zufolge die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Wirtschaft und damit die Verwirklichung der Ziele von Lissabon gefährden könnte.

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