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Neuer UN-Bericht bestätigt Klimaschädlichkeit fluorierter Treibhausgase [DE]

Veröffentlicht 12. April 2005 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Ein neuer Bericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für globalen Klimawandel der Vereinten Nationen empfiehlt eine Verringerung der Emissionen fluorierter Treibhausgase. Die EU hat bereits einige Gesetzesinitiativen zu F-Gasen gestartet.

Der Bericht über Zusammenhänge zwischen ozonabbauenden chemischen Stoffen und Klimawandel ist von dem Zwischenstaatlichen Ausschuss für globalen Klimawandel der Vereinten Nationen (IPCC) und dem Technology and Economic Assessment Panel (TEAP) ausgearbeitet worden. Mehr als 145 Wissenschaftler haben zwei Jahre an der Fertigstellung des Berichts gearbeitet.

Der Bericht bestätigt, dass die Klimaänderung und die Zerstörung der Ozonschicht miteinander in Zusammenhang stehen. Der verantwortliche Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), Klaus Töpfer, hat daher erklärt, es könne "kein Tauschgeschäft zwischen dem Schutz der Ozonschicht und der Eindämmung des Klimawandels stattfinden“. 

Der Bericht schlägt die folgenden Maßnahmen zur Verringerung der Emissionen von F-Gasen vor: 

  • Verbesserung der Einkapselung der Chemikalien, um Lecke zu verhindern
  • Verringerung der in Produkten enthaltenen Mengen der Chemikalien
  • Verbesserung der Rückgewinnung fluorierter Gase aus Ausrüstungen an ihrem Lebensende und mehr Recycling der Stoffe
  • Wo möglich, verstärkter Einsatz von Alternativstoffen (z.B. Ammoniak)
  • Einsatz neuer Technologien, die die Verwendung dieser Chemikalien überflüssig machen

Die EU hat bereits im Jahr 2003 erste Gesetzesinitiativen zu F-Gasen vorgelegt. Ihre Vorschläge sind in Übereinstimmung mit den Empfehlungen des Berichts und gehen in Bezug auf den schrittweisen Ausstieg aus ihrer Nutzung in Autoklimaanlagen sogar ein Stück weiter (siehe auch LinksDossier über F-Gase und Klimaänderung).

Nächste Schritte: 

Das Europäische Parlament wird sich in einer zweiten Lesung mit dem Verordnungsentwurf der Kommission zu F-Gasen befassen.

Hintergrund : 

Chemikalien wie fluorierte Kohlenwasserstoffe (HFC) und perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC) sind neuartige Gase, die in Kühlschränken, Klimaanlagen, Schaumstoffherstellung und vielen anderen Produkten Anwendung finden. Sie haben die ozonabbauenden Substanzen FCKW und HFCKW im Laufe der letzten 20 Jahren, gemäß dem Montreal-Protokoll aus dem Jahr 1987 zum Schutz der Ozonschicht, ersetzt. Diese Ersatzstoffe (allgemein unter der Bezeichnung 'F-Gase’ bekannt) erhöhen die Treibhausgasemissionen jedoch beträchtlich und tragen daher zum Klimawandel bei.

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