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Nach 'Peak Oil' steht die Welt nun vor dem Problem 'Peak Water' [DE]

Veröffentlicht 27. Mai 2008 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Das gegenwärtige Problem der hohen Ölpreise sei ein geringes, im Vergleich zu dem, was bevorstehe, wenn man an die schwindenden Vorräte und die zunehmende Nachfrage nach einem noch wichtigeren Rohstoff – Wasser – denke, sagt eine Professorin des Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Es habe eine Zeit gegeben, als man angenommen habe, Wasser sei für umsonst, Luft sei für umsonst und Energie sei billig. Letzteres entspreche ganz eindeutig nicht länger der Wahrheit und man realisiere mehr und mehr die Wahrheit über Wasser, sagt Sarah Slaughter, Professorin an der Sloan School of Management am MIT, in einem Dokument von Mai 2008.

Die Ölpreise brächen derzeit alle Rekorde, sie führten für viele Familie zu finanziellen Problemen. Jedoch müssten die wenigsten Fahren, um zu überleben. Doch Wasser sei von äußerster Bedeutung für die Gesundheit des Einzelnen und der Öffentlichkeit. Daher hätten Regierungen stets die Kosten für Wasser bezuschusst, erklärt Slaughter.

Sie weist darauf hin, dass die Menschen in den Industrienationen qualitatives Wasser in uneingeschränktem Maß für selbstverständlich erachteten. Den Verbrauchern seien die ernormen Kosten nicht bewusst, die für den öffentlichen Sektor beim Bau, dem Erhalt und dem Betrieb von Wassersystemen entstünden, und sie erkannten nicht, dass sie nur einen Bruchteil der tatsächlichen Kosten des sauberen Trinkwassers zahlten, das aus ihren Wasserhähnen komme.

Etwa 97% der Weltwasservorräte werden durch Ozeane gedeckt, doch damit es als Trinkwasser genutzt oder landwirtschaftlich verwendet werden kann, muss es aufbereitet und das Salz entzogen werden, was eines enormen Energieaufwands bedarf.

Slaughter sagt, da das Bewusstsein über die Problematik der Wassersysteme und gleichzeitig die Sorgen über den Klimawandel zunähmen, diskutierten öffentliche Einrichtungen, wie Wasserabgaben neu strukturiert werden könnten, um die wahren Kosten besser zu reflektieren, aber ohne der Öffentlichkeit zu schaden. Unterdessen steigt der Preis für Wasser.

Die Lösung der bevorstehenden Wasserkrise könnte, so die Professorin, von innovativen  Unternehmen geboten werden, die Wasser als die „nächste Chance für kluge Innovationen“ verstünden. Sie verweist auf eine besondere UV-Technologie zur Behandlung von Wasser, die bereits verwendet würde, um zahlreiche Gemeinschaften mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.

In der EU ist das Thema Wasser vergangenen Sommer auf der Prioritätenliste nach oben klettert, nachdem Europa von schweren Dürren ereilt worden war. Dies hatte die Europäische Kommission veranlasst, zu reagieren und eine Mitteilung über Wasserknappheit und Dürren vorzulegen. Letztere schlägt höhere Wasserpreise vor, um eine übermäßige Nutzung zu verhindern.

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