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Studie: Kosten für 'grüne Gebäude' stark überschätzt [DE]

Veröffentlicht 23. August 2007 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Eine neue Studie hat ergeben, dass die meisten Immobilienexperten die Kosten für den Bau energieeffizienter Gebäude um bis zu 300% überschätzen. Gebäude sind für etwa 40% des gesamten Energieverbrauchs der EU verantwortlich. Die Umsetzung der EU-Gesetzgebung zur Verbesserung der Gebäudeeffizienz wurde jedoch in den meisten Mitgliedstaaten aufgeschoben.

Die Studie wurde vom World Business Council for Sustainable Development (Unternehmensrat für nachhaltige Entwicklung; WBCSD) durchgeführt und basiert auf einer weltweiten Umfrage mit 1 400 Einzelpersonen, die im Immobilienwesen aktiv sind. Sie legt offen, dass die meisten Immobilienexperten annehmen, umweltfreundlich zu bauen, bedeute, dass sie etwa 17% mehr Material- und Baukosten zu verzeichnen hätten.

Der WBCSD betont, dies sei jedoch mehr als drei Mal so viel wie die durchschnittlichen zusätzlichen Kosten, um den Energieabfall von Gebäuden in den meisten Industrienationen wesentlich zu reduzieren.

Laut dem WBCSD, eine Gruppe mit etwa 200 multinationalen Organisationen, bewerteten die wichtigsten Akteure in der Immobilien- und Baubranche die Kosten und den Nutzen umweltfreundlicher Gebäude falsch, was ein beachtliches Hindernis für größere Effizienz im Gebäudesektor nach sich ziehe.

Die Studie zeigt, dass von allen Mitgliedstaaten Deutschland die meisten Gebäudeexperten in Projekte zum Bau umweltfreundlicher Gebäude einbezöge, gefolgt von Spanien und Frankreich.

Die Kommission schätzt, dass eine angemessene Umsetzung der EU-Gesetzgebung zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden einen Gewinn von geschätzten 40 Mtoe (Millionen Tonnen Öläquivalente) von der der Gegenwart bis 2020 mit sich bringe. Die meisten Mitgliedstaaten haben jedoch die Umsetzung der Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (siehe LinksDossier) aufgeschoben; sie kritisieren einen Mangel an Fachkräften, die qualifiziert sind, Energiezertifikat für Gebäude herzustellen, die von der Richtlinie gefordert werden.

Gleichzeitig haben Forscher des Worldwatch Institute eine Zunahme von ‚Ökodörfern’ wahrgenommen; dies sind geplante Gemeinden, die mit dem Ziel errichtet werden, ihre ökologischen ‚Fingerabdrücke’ durch Maßnahmen wie die Bildung von Fahrgemeinschaften, lokalisierter Energieherstellung und Lebensmittelkooperationen zu reduzieren. 138 von 379 dieser Ökodörfer, die bei dem Global Ecovillages Network registriert sind, befinden sich in Europa.

Erik Assadourian von Worldwatch zeigte sich überzeugt davon, dass ‘Ökodörfer der Weg der Zukunft’ sein würden.

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