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Studie weckt Zweifel an CO2-Speicherung [DE]

Veröffentlicht 31. Juli 2006 - Aktualisiert 22. Dezember 2011
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Das Verfahren der unterirdischen CO2-Abscheidung und -Speicherung könnte sich als umweltgefährdende Lösung des Problems der globalen Klimaerwärmung herausstellen, wie eine US-amerikanische Studie zeigt.

US-Forscher haben CO2 in erschöpfte Ölfelder in Texas gepumpt und herausgefunden, dass die unterirdischen Mineralstoffe sich auflösen. Dies stellt das Verfahren der CO2-Abscheidung und -Speicherung als zukunftsfähige Lösung der globalen Erwärmung in Frage.

Yousif Kharaka, leitender Geochemiker des Projekts, erklärt, dass 1.600 Tonnen flüssiges CO2 in ein Ölfeld geleitet wurden. Dies habe zu einer Veränderung des Säuregehalts der Mineralstoffe und zu ihrer Auflösung geführt. Laut Kharake hat dies Einfluss auf die Umwelt, da die Möglichkeit besteht, dass flüssiges CO2 ins Grundwasser entweicht oder zurück in die Luft gelangt und so den Treibhauseffekt verstärkt. Die Ergebnisse der Studie, die im Oktober 2004 durchgeführt wurde, sind im Juli 2006 in der Zeitschrift Geology veröffentlicht worden.

Das Verfahren der CO2-Abscheidung und Speicherung (CCS) wird zurzeit in mehreren Projekten weltweit getestet. Die damit verbundene Hoffnung ist, dass fossile Brennstoffe wie Öl und Kohle in Zukunft keine CO2-Emissionen mehr verursachen werden. CO2 gehört zu den Hauptverursachern der globalen Klimaerwärmung.

Zu den größten Projekten dieser Art in Europa gehört ein Projekt in der Nordsee, bei dem flüssiges CO2 in ein Ölfeld gepumpt wird, um die Ölgewinnung zu fördern. Das Verfahren wird von den Regierungen Norwegens und Großbritanniens unterstützt und soll planmäßig 2010 von den Unternehmen Shell und Statoil eingeführt werden.

Ende 2006 wird die EU-Kommission einen Bericht über die Nutzung von CO2-Abscheidung und –Speicherung veröffentlichen. Der Bericht wird unterschiedliche Techniken zur Emissionsreduzierung für fossile Brennstoffe behandeln, vor allem im Kohlesektor.

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