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US-Fördermittel für Biokraftstoffe infrage gestellt [DE]

Veröffentlicht 30. Oktober 2006 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Die Subventionierung von Biokraftstoffen in den USA ist teuer und trägt kaum dazu bei, die Abhängigkeit der Amerikaner von importiertem Öl und den Treibhausgasausstoß zu verringern, so die Studie eines Think Tanks. 

Die amerikanische Regierung werde zwar voraussichtlich die Subventionen für Ethanol und Biodiesel in den nächsten Jahren kräftig erhöhen, jedoch ohne dass ein für die Gesellschaft spürbarer Nutzen entstünde, warnt eine am 27. Oktober 2006 veröffentlichte Studie der Global Subsidies Initiative (GSI).

Die Studie, hinter der das in Genf ansässige International Institute for Sustainable Development (IISD) steht, schätzt, dass in den USA im Jahre 2010 zwischen 6,3 und 8,7 Mrd. US-Dollar jährlich – im Vergleich zu den momentan zur Verfügung stehenden  5,5  bis 7,3 Mrd. US-Dollar - für Biokraftstoffe bereitgestellt würden, sollten die jetzigen Politiken beibehalten werden.

Die Studie erklärt die von der amerikanischen Regierung gewährte Unterstützung für Biokraftstoffe mit dem Einfluss mächtiger Interessenverbände aus der Landwirtschaft, der nationalen Sicherheitsgemeinschaft, und dem Umweltbereich. 

Der Autor der Studie ist der Auffassung, dass die Vorzüge von Biokraftstoffen – nämlich die Verringerung der Abhängigkeit von importiertem Öl und die Eindämmung der Treibhausgasemissionen – auf anderen Wegen und auch günstiger erreicht werden könnten.

Nach optimistischen Schätzungen bedürfe es etwa 500 Dollar an Subventionen, um eine metrische Tonne CO2-Äquivalente durch die Herstellung und Verwendung von aus Getreide gewonnenem Ethanol abzubauen. Mit demselben Betrag könnten im Rahmen des Europäischen Emissionshandelssystems 30 Tonnen CO2-Äquivalente, im Rahmen des Chicago Climate Exchange sogar 140 Tonnen CO2-Äquivalente ausgeglichen werden, so der Autor der Studie, Doug Koplow. 

Es sei dringend notwendig, die US-Fördermittel auf den versprochenen Nutzen hin zu überprüfen und diese mit den Kosten zu vergleichen, die für die Erreichung der selben Ziele auf anderem Wege entstehen würden, so der Bericht.

In der EU erhalten die Landwirte eine Prämie von 45 Euro für jeden für die Herstellung von Biokraftstoffen genutzten Hektar, wobei die Mitgliedstaaten die Hälfte der Kosten tragen. Das Schema wurde kürzlich auf die 2004 der EU beigetretenen Länder, unter anderem Polen, ausgeweitet (EurActiv vom 26. September 2006).

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