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Stellenangebot registrierenIn ihrem Bericht über die Entwicklung der Treibhausgasemissionen zeigt sich die Europäische Umweltagentur überraschend zuversichtlich, dass das Ziel der EU, die Emissionen um 8 % zu reduzieren, in Reichweite liegt. Für das Jahr 2002 wurde jedoch lediglich eine Reduzierung um 2,9 % gegenüber dem Basisjahr errechnet.
Der Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA), "Analyse der Trends und Hochrechnungen in Bezug auf die Treibhausgasemissionen in Europa 2004" kommt zu dem Schluss, dass sich die EU auf gutem Wege befindet, ihre Kyoto-Verpflichtung (bis 2010 Verringerung der Emissionen um 8 % gegenüber dem Basisjahr 1990) zu erfüllen. Aber die in Kopenhagen angesiedelte Agentur betont, dass dies nur dann geschehen werde, wenn sämtliche Mitgliedstaaten alle bestehenden und geplanten Maßnahmen umsetzen.
Aus der Prognose geht hervor, dass Dänemark, Italien, Portugal,
Spanien und, wenn auch in geringerem Maße, Deutschland, die
Emissionsziele verfehlen werden (im Rahmen der Vereinbarung zur
‚Lastenteilung') und dass andere EU-Länder daher höhere
Reduzierungen als vorgesehen erreichen müssten. Sollte dies nicht
geschehen, wäre die Gesamtreduzierung lediglich 6,5 %.
Im Anbetracht der für 2002 errechneten Emissionszahlen erscheint
die Prognose der EUA recht optimistisch. In einem im Juli 2004
veröffentlichten Bericht kam die EUA zu dem Schluss, dass die 15
‚alten' Mitgliedstaaten ihre Treibhausgasemissionen gegenüber dem
Basisjahr 1990 um lediglich 2,9 % verringert haben. Obgleich die
Emissionen im Zeitraum von 1990 bis 2002 in den meisten
Wirtschaftssektoren zurückgegangen sind, wurde im Verkehrsbereich
(insbesondere im Straßenverkehr) ein Anstieg der Emissionen um 22 %
verzeichnet.
Um die Kyoto-Ziele zu erreichen, müssen die Mitgliedstaaten alle geplanten Maßnahmen umsetzen. Der EUA-Bericht zeigt, dass die bestehenden politischen Maßnahmen in den einzelnen Ländern die Emissionen um lediglich 1 % gegenüber 1990 reduzieren würden. Sollten zusätzliche Maßnahmen auf wirksame Weise umgesetzt werden, könnte eine Verringerung um 7,7 % erreicht werden. Sollte hinzukommen, dass einige Mitgliedstaaten auch die so genannten ‚flexiblen Mechanismen' von Kyoto - die erlauben, dass Reduzierungen in Drittstaaten in den Mitgliedstaaten mit einberechnet werden - umsetzen, könnte eine Verringerung um 8,8 % erreicht werden.