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Weltwassertag richtet Fokus auf Sanitärversorgung [DE]

Veröffentlicht 20. März 2008 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Der Weltwassertag findet am 20. März statt – anlässlich fordert die Internationale Union zur Erhaltung der Natur (IUCN) Regierungen, Unternehmen und NGOs gleichermaßen auf, ihre Bemühungen zu verstärken, um – sowohl in armen als auch in reichen Ländern – die unkontrollierte Versenkung von Abfällen in Flüssen zu vermindern.

Der diesjährige Weltwassertag steht im Einklang mit dem Internationalen Jahr der sanitären Grundversorgung 2008 unter dem Motto „Sichere Sanitärversorgung weltweit gewährleisten“. Mit diesen Initiativen soll der das Millenniums-Entwicklungsziel zügiger erreicht werden. Letzteres sieht vor, bis 2015 die Zahl der Menschen zu halbieren, die keinen Zugang zur sanitären Grundversorgung hat. Derzeit liegt diese Zahl bei 2,6 Milliarden. Weitere Ziele für 2008 sind, ein Bewusstsein für Hygiene, Wasserqualität und Abwasserreinigung zu schaffen.

Sanitärversorgung, die Gesundheit der Menschen und die Umwelt seien untrennbar miteinander verbunden, sagte Ger Bergkamp, Vorsitzender des Wasserprogramms der IUCN. Er fügte hinzu, eine angemessene Wasser- und Sanitärversorgung bedeute eine saubere Umwelt und gesunde Menschen.

Die Union betont, dass die ineffektive Wasseraufbereitung weiterhin Flüsse in der ganzen Welt verschmutzt. Viele Flüsse in Entwicklungs- und Schwellenländern seinen inzwischen extrem verschmutzt, sagte die Union. Der Zustand des chinesischen Jangtse sei aufgrund von Verschmutzung durch ungereinigte Agrar- und Industrieabfälle katastrophal.

Das Problem beschränkt sich jedoch nicht nur auf Entwicklungsländer. Laut einer Studie der UN vom 14. März 2008 sind auch etwa 100 Millionen Europäer von einer schlechten Trinkwasserqualität betroffen. In Osteuropa haben 16% der Bevölkerung in ihren Wohnhäusern keinen Zugang zu Trinkwasser. Weiterhin haben mehr als 50% der Menschen in ländlichen Gebieten keinen Zugang zu Trinkwasser oder einer angemessenen Sanitärversorgung. Täglich sterben etwa 40 Kindern, vor allem in Osteuropa, aufgrund von Krankheiten, die mit einer schlechten Wasserqualität im Zusammenhang stehen, wie beispielsweise Diarrhö. 

Daher unterstreicht die IUCN die Notwendigkeit, stark die Bemühungen zu erhöhen, um die unkontrollierte Versenkung von Feststoffabfällen und Abwässern in Flüssen zu vermindern und Abwässer in effektiver Weise zu reinigen. Ziel ist es, die Verschmutzung der Oberflächen- und Grundwässer aufzuhalten bzw. zu verbessern.

Das Fünfte Weltwasserforum – die weltweit größte Veranstaltung zum Thema Wasser, durch welche die globale Zusammenarbeit bei Wasserprojekten verbessert werden soll – findet im März 2009 statt. In Vorbereitung auf das Forum wurden Diskussionen auf regionaler Ebene und über bestimmte Themen in die Wege geleitet. Die Europäische Wasserpartnerschaft (European Water Partnership; EWP) leitet die europäische regionale Koordination.

Das Ziel dieser regionalen Diskussionen ist es, verschiedene europäische Akteure anzuhalten, ihre Meinung abzugeben und somit zum politischen Fortschritt des Forums beizutragen. Das Programm des Fünften Weltwasserforums beinhaltet Themen wie Klimawandel, Sanitärversorgung, Wasser und Energie, Finanzierung auf lokaler Ebene sowie Wasser und Lebensmittel. Das Forum soll sich auf Empfehlungen sowie zu ergreifende Maßnahmen einigen.

Das erste Treffen des ‚europäischen Regionalprozesses’ fand Ende Februar 2008 statt. Es bestimmte die wichtigsten Probleme in Europa, die während des Forums besprochen werden sollten. Diese reichen vom Thema Klimawandel und Anpassung an diesen über eine Diskussion der Wasser- und Energiebilanz bis hin zur Entwicklung von künftigen Szenarios, die mit Wasser im Zusammenhang stehen. Finanzierung ist ein weiteres wichtiges Thema, in dessen Rahmen Aspekte wie Privatisierung, Preisbildung und Handel diskutiert werden sollen. Zudem wird unter dem Punkt Wasserwissenschaft und -technologien die wirksame Nutzung und Wiederverwendung von Wasser besprochen werden.

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