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Wissenschaftler suchen Konsens über Klimawandel [DE]

Veröffentlicht 30. Januar 2007 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Der UN-finanzierte Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimafragen (IPCC) wird bei einem Treffen in Paris in dieser Woche versuchen, sich auf einen neuen wissenschaftlichen Konsens bezüglich des Klimawandels zu einigen. Dies geschieht zu einer Zeit, in der neue Kontroversen in diesem Bereich auftreten.

Das IPCC bereitet derzeit eine 15-seitige Zusammenfassung des vierten Berichts über den Klimawandel vor, die bei einem Treffen in Paris, das am 29. Januar 2007 begonnen hat, vorgelegt werden soll.

Der Bericht bildet die neue wissenschaftliche Grundlage für Politiker in Europa, den USA und in Entwicklungsländern im Vorfeld des Gipfels im Herbst, bei dem mögliche neue Maßnahmen bei der Bekämpfung des Klimawandels nach dem Auslaufen der Kyoto-Ziele 2012 diskutiert werden sollen. 

Wie die Vorgängerberichte wird sich der Bericht in drei Bereiche unterteilen:

Derweil ist eine Kontroverse zwischen Klimaforschern bezüglich des Ausmaßes der künftigen Erderwärmung und der damit verbundenen Eisschmelze ausgebrochen. Ein früher Entwurf des Berichts schätzt den Anstieg des Meeresspiegels als geringer ein, als bisher erwartet.

Die Schätzungen würden nicht die „Gorillas – Grönland und die Antarktis“ einbeziehen, sagte Lonnie Thompson, Expertin für Polareis an der Ohio State University, gegenüber der Presseagentur Associated Press.

Die UN hat sich am 30. Januar 2007 in die Debatte eingeschaltet und neue Daten veröffentlicht, die die zunehmende Abschmelzung der Gletscher weltweit in den letzten 25 Jahren bestätigen.

Die Kontroverse beleuchtet die offenen Fragen, die weiterhin in der Klimaforschung bestehen. Während es geringe Zweifel über die Verstärkung des Treibhauseffekts durch fossile Energiekraftwerke gibt, sind sich die Wissenschaftler weiterhin uneins, was die Schätzungen der künftigen Erderwärmung anbelangt.

Der IPCC-Gipfel ist darum bemüht, diese Situation zu beenden und die Wissenschaftler bemühen sich um jedes Wort des Berichts. Die 15-seitige Zusammenfassung wird voraussichtlich am 1. Februar 2007 vorgelegt werden.

Auf europäischer Ebene hat die Kommission eine „unilaterale“ Reduzierung des Treibhausgasausstoßes um 20% bis 2020 gefordert, ein Ziel, das die Kyoto-Vorgabe von 8% bis 2012 deutlich übersteigt. Die EU-Mitgliedstaaten werden bei einem Gipfel im März beschließen, ob sie dieses Ziel übernehmen wollen.

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