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Timoschenko zuversichtlich über die Zukunft der Ukraine in der EU [DE]

Veröffentlicht 12. März 2008 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Früher oder später werde die Ukraine Mitgliedstaat der Europäischen Union werden, sagte die ukrainische Premierministerin Julia Timoschenko während einer Konferenz am 10. März 2008 in Brüssel. Sie ist seitens der EU bestärkt worden, dass die bilateralen Beziehungen wesentliche Fortschritte machen.

Die Beziehungen zur Ukraine seien sehr gut, sagte der slowenische Außenminister Dimitrij Rupel, dessen Land derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, nach einem Kooperationsrat zwischen EU und Ukraine am 11. März. Er begrüßte besonders den Fortschritt, der im Hinblick auf ein neues bilaterales Abkommen gemacht wurde. Das Abkommen beinhaltet die Schaffung einer Freihandelszone sowie eine engere Partnerschaft im Bereich Energie.

Die ukrainische Premierministerin sagte, sie erachte die wirtschaftliche Integration als einen wichtigen ersten Schritt in Richtung EU-Mitgliedschaft, da die Union sowohl der größte Handelspartner der Ukraine ist als auch ihr größter Markt. 25% der ukrainischen Exporte (im Wert von 8,7 Milliarden Euro) sind für die Union bestimmt und 42% ihrer Importe (im Wert von 17,8 Milliarden Euro) kommen aus der EU.

Die Bedeutung einer stärkeren Energiepartnerschaft wurde kürzlich von Befürchtungen seitens der EU darüber, dass der Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland zu Störungen der Gasversorgung der Union führen könnte, hervorgehoben. Russisches Gas macht 25% des gesamten Gasverbrauchs in der EU aus und gelangt hauptsächlich über Pipelines, die durch die Ukraine führen, in die EU (EurActiv vom 5. März 2008).

Timoschenko versicherte der EU jedoch, dass die Ukraine ein ‚vertrauenswürdiger Partner’ sei, der seinen Verpflichtungen hinsichtlich Transport und Export von Gas in die EU-Staaten nachkommen werde.

Während ihres Treffens in Brüssel stimmten beide Parteien zu, einen ‚Gemeinsamen Luftraum’ zu schaffen und einen Aktionsplan um ein weiteres Jahr zu verlängern, der es der Ukraine für ermöglicht, an europäischen Programmen in den Bereichen Bildung, Forschung und Umwelt teilzuhaben, die sonst nur den EU-Mitgliedstaaten oder Beitrittskandidaten zur Verfügung stehen.

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