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Interview: 'Passiven Brüsseler Think Tanks mangelt es an politischen Debatten' [DE]

Veröffentlicht 17. Juli 2007 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des führenden unabhängigen Brüsseler Think Tanks European Policy Centre (EPC) erklärt dessen Direktor und Gründungsvorsitzende, Stanley Crossick, dass Brüssel noch immer viel von der Think-Tank-Landschaft der USA lernen müsse.

Stanley Crossick bezieht sich besonders auf einen kürzlich in The Economist erschienen Artikel von „Charlemagne“, der darauf hinweist, dass Brüssel eine viel offenere Debatte über politische Ideen benötige.

„Charlemagne ist zu Recht kritisch hinsichtlich der relativ passiven Rolle der Brüsseler Think Tanks“, erklärt Crossick. „Den Entscheidungsprozessen der EU mangelt es an der Untermauerung durch eine Art der öffentlichen Politikdebatte, wie sie in Washington existiert (…) Führungskräfte aus Politik, von Think Tanks und Unternehmen tauschen sich in Washington in einer gemeinsamen ‚Klasse’ aus, wohingegen sie in Europa drei separate Gruppen darstellen.“

Während laut Crossick das EPC seiner ‚Mission’ treu geblieben sei, nämlich dem Grundsatz von Jean Monnet ‚Thought cannot be divorced from action’ (deutsch: Der Gedanke kann nicht losgelöst von der Tat gesehen werden). Die einflussreiche Netzwerkorganisation, die das EPC heute sei, habe „zu dessen Beginn in unseren Köpfen nicht an obersten Stelle“ gestanden.

„Unser Ziel war es im Allgemeinen, weitere europäische Integration zu stärken und, im Besonderen, EU-Politiken zu beeinflussen, jedoch nicht im Namen bestimmter Interessen. Das EPC war schon immer ein unabhängiger Think Tank und ist keine Vertreterorganisation (…) Wir erkannten die Bedeutung, unsere Verteidigung der öffentlichen Politik mit guten Analysen von professionellen Mitarbeitern des Hauses zu untermauern.“

Was die Zukunft angeht, hofft Crossick, das Potential der Think Tanks, der akademischen Institutionen und aller anderen Beteiligten der Zivilgesellschaft nutzbar zu machen, um die EU-Bürger zu erreichen. Dennoch warnte er: „Sie müssen finanzielle Unterstützung erhalten. Unglücklicherweise erlauben die derzeitigen finanziellen Regulierungen keine effektive Finanzierung.“

Um das vollständige Interview mit Stanley Crossick zu lesen, klicken Sie bitte hier.

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