EurActiv Logo
EU-Nachrichten & Politikdebatten
- durch Sprachenvielfalt -
Bulgaria News
Turkey News
Germany News
Spain News
France News
United Kingdom News
Poland News
Czech Republic News
Slovakia News
Hungary News
Romania News
Serbia News
Greece News
Italy News
Bulgaria Turkey Germany Spain France United Kingdom Poland Czech Republic Slovakia Hungary Romania Serbia Greece Italy
EurActiv.com Réseau

ALLE SEKTIONEN BROWSEN

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Auf Grund des großen Erfolgs von EurActiv Deutschland findet die komplette deutschsprachige EU-Berichterstattung des EurActiv-Netzwerkes nun über Euractiv.de statt.

Die deutschsprachige Fassung von EurActiv.com wird nicht mehr aktualisiert, alle bisherigen übersetzten Texte bleiben aber im Archiv für Sie verfügbar.

Wir freuen uns, Sie künftig auf EurActiv.de begrüßen zu dürfen!

Studie: Globalisierung führt zu ‚Explosion’ der Anzahl an Think Tanks [DE]

Veröffentlicht 15. Januar 2008 - Aktualisiert 29. Januar 2010
Druckoptimierte VersionEinem Freund senden

Globalisierung führt weltweit zu einer zunehmenden Anzahl an Think Tanks. Solche Institutionen müssen jedoch ihre Bedeutung beibehalten, indem sie ein ‚Gespür für Öffentlichkeit’ und eine ‚Brise Exzentrizität’ demonstrieren. Nur so können sie sicherstellen, das Interesse der Politiker, der Presse und der Öffentlichkeit auf sich zu ziehen.

Dies sind die wichtigsten Schlussfolgerungen einer neuen Studie, die von James G. McGann vom Foreign Policy Research Institute (Forschungszentrum für Außenpolitik) in Philadelphia, durchgeführt wurde.

Sowohl die Zahl als auch die Leistung der Think Tanks sei in den vergangenen Jahrzehnten ‚explosionsartig’ gestiegen. McGann betont ebenfalls die ‚drastische Erweiterung’ des Geltungsbereichs und Einflusses ihrer Arbeit auf politische Entscheidungsprozesse.

Angesichts der Globalisierung nennt McGann als die wichtigsten Gründe für diesen zahlenmäßigen Anstieg die ‚Revolution der Information’, das Ende des Regierungsmonopols auf Information, die zunehmende Komplexität politischer Probleme und eine gesteigerte Notwendigkeit ‚zeitgemäßer’, ‚präziser’ und ‚zugänglicher’ Forschung, die sich an der Politik orientiert. 

Weiterhin versichert er, dass das Potential der Think Tanks, die demokratischen Regierungen und Gesellschaften zu stützen und zu unterstützen, noch lange nicht ausgeschöpft sei, vorausgesetzt sie könnten ihre ‚intellektuelle Tiefe’ und ihren ‚politischen Einfluss’ in den kommenden Jahren weiterhin aufrechterhalten.

Dennoch warnt McGann, sie müssten sich weiterentwickeln, wenn sie überleben wollten. In diesem Zusammenhang verwies er auf einen leichten Rückgang der Zahl neuer Think Tanks seit der Jahrtausendwende, im Vergleich zu einem konstanten Anstieg seit den 1950er Jahren.

Als Grund hierfür führt McGann eine politische und regulatorische Umwelt an, die derzeit Think Tanks und NGOs gegenüber ‚feindlich gesinnt’ sei, sowie einen erhöhten Wettbewerb von Lobbygruppen, profitorientierten Beratungsunternehmen und elektronischen Medien. 

Die Studie „The Global ‚Go-To Think Tanks’: The Leading Public Policy Research Organisations in the World” versuchte, die Arbeit von mehr als 5 000 Institutionen zu bewerten, indem sie die führenden Think Tanks sowohl auf globaler als auch auf regionaler Ebene bestimmte.

Die Studie wurde über einen Zeitraum von achtzehn Monaten mit mehr als 2 000 US-amerikanischen sowie 3 000 nicht-amerikanischen Organisationen und Institutionen durchgeführt.

In Brüssel befinden sich etwa 40 Think Tanks, die sich mit einer Reihe EU-politischer Fragen auseinandersetzen. Sie wollen einen Beitrag zu den politischen Entscheidungsprozessen leisten, indem sie Konferenzen und Seminare für Entscheidungsträger ausrichten und Texte publizieren (siehe unser LinksDossier über Think Tanks).

Advertising