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50 Maßnahmen sollen Kommunikationsarbeit der Kommission professioneller machen [DE]

Veröffentlicht 25. Juli 2005 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Die Kommission hat sich auf einen internen Aktionsplan geeinigt, der ihre Kommunikationsarbeit moderner machen soll. Der echte Lackmustest für EU-Vizepräsidentin Wallström ist jedoch das Weißbuch, das im Herbst 2005 erscheinen soll.

Mit ihrem neuen Kommunikationskonzept will die Kommission vor allem folgendes erreichen:

  • Den Bürgern soll mehr zugehört werden („Zuhören“).
  • Die EU-Politik soll in leicht verständlicher Weise vermittelt werden („Kommunizieren“).
  • Informationen und Informationskanäle sollen stärker auf nationale und lokale Interessen zugeschnitten werden („Kontakte auf lokaler Ebene“).

Insgesamt 50 Maßnahmen sollen zur Verwirklichung dieser Ziele beitragen. Hiervon sollen 18 noch im Jahr 2005, 15 in der ersten Hälfte 2006, acht in der zweiten Hälfte 2006 und neun zwischen 2007 und 2009 umgesetzt werden. 

Zu den wichtigsten Maßnahmen gehört die Verbesserung der internen Kommunikationskompetenzen und –strukturen innerhalb der Dienststellen der Kommission. Diese sollen Informationen professioneller und verständlicher vermitteln und es soll auch mehr auf eine einheitliche Darstellung der Kommission in sämtlichen Informationsmaterialien geachtet werden. So sollen unter anderem allen politischen Vorschlägen eine klar und verständlich formulierte Zusammenfassung beigefügt werden, aus der in einfachen Worten hervorgeht, welche Vorteile sie für den Einzelnen und für die Gesellschaft bringen.

Darüber hinaus zielt der Aktionsplan darauf ab, dass bestehende Kommunikationsmittel und –kanäle – etwa das Internet und die audiovisuellen Dienste, Bürger-Kontaktzentren und Publikationen der Kommission - wirksamer genutzt und verwaltet werden.

Der wahre Schwerpunkt des Aktionsplans sind jedoch die Kommissionsvertretungen in den Mitgliedstaaten. Sieben Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass sie die wichtigsten Botschaften der Kommission besser an die Bürger in den einzelnen Ländern und ihre Interessen anpassen. Um dies zu erreichen sollen in den Vertretungen 50 neue ‚A-Stellen’ geschaffen werden.

Nächste Schritte: 
  • Das Weißbuch über die Informations- und Kommunikationspolitik soll vor Ende des Jahres 2005 erscheinen.
Hintergrund : 

Der Aktionsplan, welcher am 20. Juli vorgestellt wurde, gehört zu der ersten Stufe des Plans der Kommission, die EU „den Bürger näher zu bringen“. Der Aktionsplan umreißt Maßnahmen, die dafür sorgen sollen, dass die Kommissionsdienststellen die EU-Politik besser vermitteln. 

In einem Weißbuch, das gegen Ende dieses Jahres veröffentlicht werden soll, soll es um eine größere Bandbreite an Fragen gehen, etwa um das abnehmende Vertrauen der Bürger in die EU, Terrorismusbekämpfung, Wirtschaftsreform und das Scheitern der Dienstleistungsrichtlinie. Darüber hinaus soll es sich mit der Kommunikationsarbeit des Europäischen Parlaments, des Rates und der Regierungen der Mitgliedstaaten sowie von Interessenvertretern aus den Bereichen Medien, Wirtschaft, NGOs und Think Tanks befassen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die EU versucht, ihre Kommunikationsstrategie zu überarbeiten. Im Zeitraum 2001-2004 stellte die Kommission drei Mitteilungen zur Vermittlung der EU-Politik vor. Aufgrund ihrer mangelhaften Umsetzung und der Aufsplitterung der Kommunikationsarbeit zwischen verschiedenen Instanzen, die sich nicht mit den wirklichen Interessen und Bedürfnissen der Bürger befassten, hat sich die Kommission unter Kommissionspräsident Barroso gezwungen gesehen, einen neuen Anlauf zu starten.

So ist die Barroso-Kommission auch die erste Kommission, in der es eine Vizepräsidentin und Kommissarin gibt (Margot Wallström), die für die Kommunikationsstrategie der EU zuständig ist. 

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