Eine Reihe von Mitgliedstaaten hat die Europäische Kommission dazu aufgerufen, Querverbindungen zwischen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Aspekten des Plans zu schaffen. Zudem fordern sie eine bessere Verknüpfung zwischen der Strategie 'EU 2020' und der bereits existierenden Sozialpolitik.
Unter den 1.500 Eingaben, welche die EU als Teil ihres öffentlichen Konsultationsverfahrens erhalten hat, sind auch Eingaben mehrerer Regierungen, in denen sie die Notwendigkeit neuer Investitionen in frische Wachstumsquellen betonen.
Weit verbreitete Besorgnis über eine mögliche Verschärfung der Beschäftigungskrise macht die Notwendigkeit eines umfassenden Fahrplans zur wirtschaftlichen Erholung noch dringlicher.
Die Rolle von produzierendem Gewerbe und KMU bei der Schaffung von Arbeitsplätzen wird von einer Reihe von Mitgliedstaaten betont. Zudem gibt es einen gewissen Konsens über die Notwendigkeit robuster Verwaltungsstrukturen, um eine Umsetzung der EU-2020-Strategie zu gewährleisten.
Soziale NGOs gehen über BIP hinaus
Interessenverbände, die sich auf soziale Themen spezialisiert haben, nutzten das Konsultationsverfahren, um ihre Kritik zu wiederholen, nach der der Strategieentwurf "zu eng" gefasst sei.
Sie schlagen außerdem konkrete Vorgaben vor, um das Erreichen von Zielsetzungen zu begünstigen. Dabei sollte der Erfolg mit Indikatoren gemessen werden, die "über das BIP hinausgehen".
Die Forschungsgemeinschaft wies auf die Bedeutung einer Entwicklung des Europäischen Forschungsraums hin. Gleichzeitig begrüßte sie die bevorstehende Ernennung eines wissenschaftlichen Chefberaters.
Der Kommission zufolge stimmen die meisten Wissenschaftler den im Entwurf der EU-2020-Strategie genannten Herausforderungen zu und unterstützen dessen thematische Schwerpunkte weitgehend. Jedoch hielten mehrere Beiträge aus der Wissenschaft das derzeitige Wachstumsmodell Europas für untragbar und argumentierten, die Gewinne des Wachstums sollten gerechter verteilt werden.
Eingaben wurden auch von außerhalb der EU erhalten. So drückten die Regierungen Japans und Norwegens ihre Unterstützung aus, während der IWF und die amerikanische Handelskammer auf die Bedeutung eines marktfreundlichen Klimas und verbesserter Wettbewerbsfähigkeit hinwiesen.




