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KMU-Verband möchte EU-Regionalgelder neu ausrichten

Veröffentlicht 25. Februar 2010 - Aktualisiert 23. Dezember 2011
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Ein Verband, der die Interessen von kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) in Europa vertritt, fordert eine Neuausrichtung der EU-Gelder für regionale Projekte, um den Zugang für kleine Unternehmen zu verbessern.

Finanzinstrumente und Förderungsmöglichkeiten der Europäischen Investitionsbank (EIB) sollten als Teil einer anstehenden Prüfung umstrukturiert werden, so der Verband der Handwerksbetriebe und KMU in Europa UEAPME.

Gerhard Huemer, Direktor für Wirtschafts- und Finanzpolitik des Verbands, hält die bestehenden Instrumente für oftmals zu groß und zu kompliziert, um für KMU eine wirkliche Hilfe darzustellen.

Huemer erkennt die Schlüsselrolle der EIB-Förderung für regionale und lokale Initiativen an, befürchtet jedoch, dass kleinere Unternehmen bei diesen Maßnahmen leer ausgehen.

Seine Bemerkungen erfolgten an dem Tag, an dem die EIB ihren Jahresbericht veröffentlicht (25. Februar), sowie nach Bemerkungen von EIB-Präsident Philippe Maystadt, der die Regionalförderung als unerlässlich für die wirtschaftliche Erholung Europas bezeichnete.

Am Montag (22. Februar) hatte Maystadt Europaabgeordneten zugesichert, dass lokale Projekte trotz der Krise weiterhin ausreichende Mittel erhalten würden, um dem schwierigen wirtschaftlichen Klima zu trotzen.

Der Chef der EIB zeigte sich zuversichtlich, dass neue Instrumente zur Förderung von Regionen in der nächsten Haushaltsordnung eingeführt werden könnten, um die europäische Konjunktur anzukurbeln.

Vor dem Ausschuss des Europäischen Parlaments für regionale Entwicklung betonte er zudem, dass die neuen Mikrofinanzierungsinstrumente, die vor kurzem für kleine Unternehmen eingeführt worden waren, genutzt werden müssten, um eine hohe Qualität der Ausgaben zu gewährleisten.

Die Europaabgeordneten forderten die EIB zur Schaffung neuer innovativer Mittel zur Förderung regionaler Projekte auf. Sie wiesen zudem auf den Erfolg der gemeinsamen Finanzierungsinstrumente in den neuen Mitgliedstaaten hin.

Der konservative niederländische Europaabgeordnete Lambert Van Nistelrooij sagte gegenüber EurActiv, jeder wisse, dass während der Krise weniger Geld zur Verfügung stehe. Daher müsse man nach neuen Wegen suchen, um Unternehmen und Projekten Zugang zu Finanzierung zu gewährleisten.

Er bewertete dies als sehr gute Entwicklung, die dazu führen werde, dass EIB-Instrumente im Rahmen der Regionalförderung genutzt werden könnten.

Dem Europaabgeordneten zufolge schaffen bestehende Fördermöglichkeiten wie JASPERS und JEREMIE Investitions- und Kreditmöglichkeiten, die in der derzeitigen Krise dringend benötigt werden.

Er glaubt, dass diese neuen Beispiele für finanzielle Innovation zu besseren Ergebnissen bei nachhaltigen Investitionen führen werden. Allerdings würden diese Instrumente nicht alle Probleme lösen können.

So seien sie nur wirksam, wenn Projektleitern und Unternehmern gute Beratung und Unterstützung vor Ort zur Verfügung stünden.

"Diese Instrumente werden nicht jeden erreichen", schloss der Europaabgeordnete. Allerdings seien sie deutlich flexibler als andere Fonds. Für ihn sei der wesentliche Punkt, dass sie in der Krisenphase größere Wirkung zeigten als die Standardmethoden um EU-Gelder einzusetzen.

Hintergrund : 

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die EU-Institution für die Bereitstellung langfristiger Kredite. Ihr steht Kapital in Höhe von über 79 Milliarden Euro zur Verfügung. Zusammen mit der Europäischen Kommission trägt die EIB zu Projekten in den weniger entwickelten Ländern und Regionen der EU bei.

Ein Großteil der EIB-Mittel wird für Projekte in so genannten Konvergenzgebieten eingesetzt, vor allem in den neuen Mitgliedstaaten und in Spanien, Portugal und Griechenland. 2009 wurde mehr als die Hälfte der Mittel in den Bereichen Energie und Verkehr investiert. Es folgten Forschung, Entwicklung und Innovation.

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