Präsident Jacques Chirac hat mit seinem Vorschlag an Präsident Bush, gemeinsam daraufhin zu arbeiten, dass 2005 im Zeichen transatlantischen Vertrauens und transatlantischer Eintracht stehen wird, seine Bereitschaft signalisiert, die Beziehungen zwischen Frankreich und den USA zu erneuern.
Das Treffen zwischen Chirac und Bush soll in den kommenden Wochen in Washington stattfinden, entweder vor oder nach der auf den 22. Februar angesetzten Europareise Bushs. Bush hat Paris zuletzt im Juni 2004 einen Besuch abgestattet, während Chirac bereits seit November 2001 nicht mehr in Washington gewesen ist. Bei ihrem Treffen soll es vor allem um die Situation im Nahen Osten, Irak und Iran gehen. Während seines Aufenthalts in Europa wird sich Bush in Berlin ebenfalls mit Bundeskanzler Schröder treffen.
Die Geste Chiracs steht im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen zwischen den zwei Ländern über den US-geführten Krieg im Irak. Während seines Besuches in den USA und nach seinem Treffen mit der künftigen US-Außenministerin Condoleezza Rice im Dezember 2004 hat der EU-Außenbeauftragte Javier Solana von einem "Neubeginn" der Beziehungen zwischen der EU und den USA gesprochen. Im Vorfeld der geplanten Reise Bushs im Februar wird Rice den Bündnispartnern in Europa voraussichtlich einen Besuch abstatten.
In seiner jährlichen außenpolitischen Rede am 6. Januar hatte Chirac Bush zu seiner Wiederwahl beglückwünscht. "Ich hoffe, dass wir gemeinsam, mit der internationalen Gemeinschaft, mit Eintracht, Vertrauen und Entschlossenheit in das Neue Jahr gehen werden und dass die Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, Gelegenheiten sein werden, die Vitalität der transatlantischen Beziehungen unter Beweis zu stellen", so Chirac.
Laut des Sprechers des Weißen Hauses, Scott McClellan, hat Präsident Bush "es seit Beginn der Periode nach den Wahlen klargemacht, dass er stärker auf seine europäischen Freunde und Bündnispartner zugehen wolle, so dass wir zusammen gemeinsame Herausforderungen angehen können".



