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Die Kommission hat angekündigt gegen grenzüberschreitende Betrügereien, wie falsche Lotterien und nichtexistente Urlaubsklubs sowie gegen Unternehmen, die die gegen die Regelnd des EU-Verbraucherschutzes verstoßen, vorzugehen.
Das Vorgehen gegen die Betrüger, die jedes Jahr einen Schaden von mehreren Milliarden Euro durch die Irreführung der Verbraucher verursachen und die zunehmend im Internet tätig sind, wird von den 27 nationalen Durchsetzungsbehörden im Rahmen einer neuen Richtlinie koordiniert werden.
Nationale Behörden haben im Rahmen der Verordnung über die Zusammenarbeit bei der Durchsetzung grenzüberschreitende Ermächtigungen bekommen, um gegen Kriminelle vorzugehen, die sich in einem anderen Staat als die Geschädigten befinden. Maßnahmen sind unter anderem Durchsuchungen vor Ort, Strafzahlungen, gerichtliche Maßnahmen und das einfrieren von Konten.
Die neue bulgarische Kommissarin für Verbraucherschutz, Meglena Kuneva, ist derzeit dabei, eine europaweite Strategie zu entwerfen, um den Verbrauchern stärkere Rechte und mehr Schutz zu sichern. Sie hat die Maßnahmen am 28. Februar 2007 angekündigt.
Kuneva sagte: „Trickbetrüger arbeiten mit massenweiser Versendung von E-Mails oder mit betrügerischen Versprechungen von großen Gewinnen, um dafür empfängliche Menschen hereinzulegen. Die Betrüger sind schlau – sie nutzen die Unterschiede zwischen Rechtssystemen in der EU aus, um gezielt gefährdete Menschen anzugehen. Ihre geschickten Tricks, wie z. B. persönliche Anschreiben, die professionell aussehen, kosten EU-Verbraucher Millionen von Euro. Allein im Vereinigten Königreich werden jedes Jahr drei Millionen Erwachsene Opfer von Verkaufstricks, was in jedem Einzelfall durchschnittlich 1500 EUR an Kosten verursacht“.
Zu den betrügerischen Tricks gehören unechte Urlaubsklubs, internationale Gewinnspiele, Lotterien und Gewinnspielbetrug, so genannte Hellseheremails, Gesundheitswunder, Schlankheitskuren, Angebote ausländischer Währung, oft aus Afrika, Kredite und Investmentpläne. Fast ein Drittel der Opfer fallen auf spätere Betrügereien rein, weil sie auf einer so genannten Saugerliste gelandet sind.
Kuneva forderte diejenigen, die auf einen grenzüberschreitenden Betrüger hereingefallen sind auf, ihren Fall dem Europäischen Verbraucherzentrum
zu melden.