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'Großen Fünf' wollen stärker gegen Einwanderung vorgehen [DE]

Veröffentlicht 05. Juli 2005 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Die Innenminister Großbritanniens, Frankreichs, Italiens, Spaniens und Deutschlands – auch 'G5' genannt – sind in Frankreich zu Gesprächen über organisiertes Verbrechen, Drogenhandel und illegale Einwanderung zusammengekommen.

Das zweitägige Treffen im Kurort Evian begann am 4. Juli und findet unter dem Vorsitz des französischen Minister Nicolas Sarkozy statt. Dieser hofft, dass ihm ein härteres Vorgehen gegen Einwanderung mehr Unterstützung für seinen Präsidentschaftswahlkamp 2007 bringen wird. Seine Vorschläge zielen auf strengere Einwanderungsquoten und strengere Kontrollen in den ‚G5’-Ländern ab. Unter anderem sollen all denjenigen, die einen Visumantrag stellen, Fingerabdrücke abgenommen werden. 

Systeme zur Abnahme von Fingerabdrücken gibt es bereits in Frankreich und Großbritannien und insbesondere Italien, an dessen Südküste unlängst wieder Hunderte von Flüchtlingen angekommen sind, unterstützt die Idee. Italiens Innenminister Giuseppe Pisanu ist auch einverstanden mit der Idee, höhere Einwanderungsquoten für Länder zu akzeptieren, die bei der Bekämpfung der illegalen Einwanderung mit der EU kooperieren.

Der britische Innenminister Charles Clarke setzt sich dafür ein, dass die fünf Länder eine Sondereinheit bestehend aus Flughafenverbindungskräften aufbauen, deren Aufgabe darin bestehen würde, Passagiere, die mit illegalen Dokumenten einreisen, ausfindig zu machen.

Die G5 kommen seit 2003 zu informellen Treffen zusammen. Dies ist ihr fünftes Treffen. Obgleich ihre Gespräche unverbindlich sind, haben sie sich doch im Hinblick auf internationale und europäische Entwicklungen als richtungweisend erwiesen.

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