Wer steht hinter den Anschlägen?
Eine Gruppe, die sich geheime Gruppe von Jihad und von Al Kaida in Europa nennt, hat sich auf einer Website zu den Anschlägen bekannt. Bislang ist jedoch unklar, ob das Bekennerschreiben authentisch ist.
G-8
Alles deutet darauf hin, dass die Terroranschläge mit dem Beginn der Gespräche der G-8 in Gleneagles, die vom 6. bis 8. Juli stattfinden, zusammenfallen sollten. Tony Blair verließ den Gipfel Donnerstagmorgen kurzfristig, um nach London zurückzukehren. Die Gespräche über Armutsbekämpfung in Afrika und Klimaschutz wurden jedoch fortgesetzt. Allerdings scheint die Terrorismusbekämpfung nun wieder ganz oben auf der politischen Prioritätenliste zu stehen und droht daher, die anderen Themen in den Hintergrund zu drängen.
Rettungseinsatz
Der Einsatz der Rettungsdienste in London ist für die rasche Reaktion, Effizienz und gute Organisation gelobt worden. Augenzeugen berichten, die Polizei und Ärzte seien wenige Minuten nach den Explosionen an den Tatorten angekommen. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass die Rettungsdienste seit den Terroranschlägen in New York vom 11. September 2001 und den Attentaten in Madrid vom 11. März 2004 viel Arbeit in Anti-Terror-Übungen gesteckt haben.
Höhere Sicherheitsstufen in ganz Europa
In vielen europäischen Hauptstädten sind die Sicherheitsstufen umgehend erhöht worden. In Spanien waren in Einkaufszentren und Bahnhöfen zusätzliche Sicherheitskräfte im Einsatz. In Berlin bewachten Streifenpolizisten US-amerikanische und britische Einrichtungen sowie das U-Bahn-System. In Frankreich wurde Alarmstufe ‚Rot’ ausgerufen – die zweithöchste Alarmstufe – und Premierminister Dominique de Villepin sagte den britischen Behörden die volle Unterstützung des französischen Nachrichtendiensts zu.



