Die Tagesordnung des Treffens ist umfangreich und umfasst eine Reihe verschiedener globaler, bi- und multilateraler Angelegenheiten. In keinen von ihnen wird jedoch ein Durchbruch erwartet. Zu den Themen gehören die jüngsten Entwicklungen in Tschetschenien sowie die Lage in den Konfliktregionen Irak, Iran und Syrien.
Auch die vermeintlichen ‚demokratischen Rückschritte’ Russlands, die eines der Hauptthemen des Gipfels zwischen US-Präsident George Bush und Putin in Bratislava darstellten, sollen angesprochen werden. Die Kritik wird jedoch wahrscheinlich recht verhalten und milde ausfallen.
Ziel von Putin ist es unter anderem, seine westlichen Amtskollegen für die Teilnahme an den Feierlichkeiten am 9. Mai zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau zu gewinnen. Estland und Litauen haben die Einladung bereits abgelehnt.
Der Gipfel wird von den baltischen Staaten und Polen mit kritischen Augen verfolgt werden. Diese Länder stehen den jüngsten Bemühungen Frankreichs und Deutschlands, die EU-Russland-Beziehungen zu stärken, ablehnend gegenüber.
Die EU will die Verhandlungen mit Russland über die ‚vier Räume’ bis 2007 abschließen. Dieses Paket umfasst Wirtschaft, Justiz und innere Sicherheit, äußere Sicherheit und Bildung und Kultur. In diesem Rahmen wird es bei den Diskussionen zwischen den vier Staatsoberhäuptern auch um Handel und wirtschaftliche Kontakte sowie die Aussicht auf eine Partnerschaft im Hochtechnologiesektor gehen.



