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Head of Unit - Corporate Services M/F (Grade AD 10)
Permanent representative in Madrid
Principal, Border Management Staff College (P5)
Stagiaire / Trainee - for the leading EU policy media
Junior Scientific and Technical Advisor
Assistant Communications & Public Affairs Departments
Stellenangebot registrierenWährend ihres Treffens in Luxemburg am 9. Juni 2008 forderten die europäischen Arbeitsminister die Kommission und die nationalen Regierungen auf, ihre Maßnahmen zu beschleunigen, um den Anteil an Arbeitnehmern unter 24 zu erhöhen, die einen regulären Arbeitsplatz haben.
Junge Menschen in Europa sind mit deutlich anderen Arbeitsmarktbedingungen konfrontiert als der Rest der Bevölkerung:
Ein “europäischer Pakt für die Jugend
” wurde von den EU-Staats- und Regierungschefs als Teil der Wiedereinführung der Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung im Jahre 2005 angenommen, der die Teilnahme junger Menschen am Arbeitsleben verstärken soll. Der Pakt skizziert eine Reihe von Politikbereichen, in denen die Mitgliedstaaten die Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die Beschäftigung junger Menschen berücksichtigen sollen.
Zudem hat die Kommission im September 2007 eine Mitteilung zur Förderung der umfassenden Beteiligung junger Menschen an Bildung, Beschäftigung und Gesellschaft
angenommen.
Die Kommission fördert auch die EQUAL
-Initiative, die zum Ziel hat, Diskriminierung hinsichtlich des Zugangs zum Arbeitsmarkt zu vermeiden. Seitens des Europäischen Sozialfonds erhielt die Initiative von 2001 bis 2008 3,27 Milliarden Euro, ebenso viel wie von den Mitgliedstaaten.
Da die Vollbeschäftigung bei der Bevölkerung im mittleren Alter in vielen Regionen beinahe erreicht ist, richtet die EU ihre Bemühungen nun darauf aus, die Teilnahme junger Menschen am Arbeitsmarkt zu erhöhen. Dort liege das größte ungenutzte Potential für Europas Arbeitskräfte, sagen Soziologen. Eine bessere Integration junger Arbeitnehmer wird auch als entscheidend angesehen, wenn es darum geht den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften zu beseitigen und das Problem des demografischen Wandels – sowie die damit einhergehende Frage der Rentenfinanzierung – zu lösen.
Die Minister forderten die Mitgliedstaaten direkt auf, zu handeln und eine Politik zur Modernisierung der Arbeitsmärkte zu verfolgen, vor allem mit Fokus auf eine verbesserte Koordination von Angebot und Nachfrage.
Die Minister betonten außerdem die zentrale Rolle von Schulen bei der Ausbildung qualifizierter Arbeitskräfte. Sie ermahnten die Mitgliedstaaten, die Leistungsfähigkeit von Aus- und Weiterbildungssystemen zu verbessern, um die Zahl der Schulabbrecher ohne offiziellen Abschluss zu senken. Sie forderten auch, dass junge Menschen, die Fähigkeiten in inoffiziellen oder außerschulischen Ausbildungssituationen erworben haben, mehr Beachtung erhalten sollten – sie empfehlen sogar die Zertifizierung erworbener Qualifikationen.
Junge Menschen, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben, bräuchten eine gute Beratung über die Möglichkeiten des Arbeitsmarktes, um den Übergang ins Arbeitleben zu vereinfachen, so die Minister – eine Forderung, die sich sowohl an Schulen als auch an Arbeitsvermittlungsstellen richtet.
Die Regierungen sollen zudem die öffentlichen Arbeitsvermittlungsstellen und die Sozialversicherungssysteme besser aufeinander abstimmen, um eine effektivere und effizientere Arbeitssuche zu gewährleisten, um sowohl die vorübergehende als auch die strukturelle Arbeitslosigkeit zu senken.
Während ein großer Teil der Verantwortung auf den Schultern der nationalen Regierungen liegt, betonten die Minister auch die Rolle der Europäischen Kommission, die Länder dabei zu unterstützen, zukünftige Entwicklungen besser zu bewerten und vorauszusehen.
Sie forderten die EU-Exekutive auf
, sich dringend an die Schlussfolgerungen des Europäischen Rates zu halten, während dessen die EU-Staat- und Regierungschefs die Kommission aufgefordert hatten, „unter Berücksichtigung der Auswirkungen des technologischen Wandels und der Bevölkerungsalterung eine umfassende Einschätzung der künftigen Qualifikationserfordernisse in Europa bis zum Jahr 2020 vorzunehmen und Maßnahmen zur frühzeitigen Erkennung des künftigen Bedarfs vorzuschlagen.“
Die Minister bestimmten die Frist von März 2009, bis zu der die Kommission eine solche Einschätzung vornehmen soll, die sowohl den demografischen Wandel, Veränderungen im Klima- und Technologiebereich als auch die Globalisierung – die bereits jetzt sozioökonomische Veränderungen einleitet – berücksichtigen soll.