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22. November 2009
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Einführung - Arbeitnehmermobilität [DE][en][fr

Erschienen: Dienstag 6. Juni 2006    | Aktualisiert: Dienstag 12. Juni 2007   

Die Möglichkeit, von einem Arbeitsplatz zum anderen zu wechseln und in eine andere Region oder ein anderes Land zu ziehen, wird als wesentlich für die Lösung des Beschäftigungsproblems in Europa betrachtet. Allerdings geht es hierbei um viel mehr als nur die Mobilitätsbereitschaft der Menschen. Denn erforderlich sind vor allem auch eine Anpassung der sozialen Sicherungssysteme, angemessene berufliche Fortbildungsmöglichkeiten und verantwortungsbewusste Arbeitgeber.

Zum gleichen Thema:

Nächste Schritte:

  • Am 11. und 12. Dezember 2006 wurde das Europäische Jahr der Arbeitnehmermobilität mit einer Konferenz in Lille abgeschlossen (siehe ). Auf der Konferenz hat die Kommission auch den Europäischen Preis für Arbeitnehmermobilität 2006external vergeben. 
  • Die ersten zwei Jahre der Übergangsregelungen (2+3+2) sind am 30. April 2006 abgelaufen. Die Mitgliedstaaten müssen sich das nächste Mal im Mai 2009 zu dieser Frage äußern (siehe EurActivs LinksDossier Freizügigkeit der Arbeitnehmer in der EU-25external ).
  • Am 1. Januar 2007 sind Bulgarien und Rumänien der EU beigetreten. Die meisten der 25 EU-Mitgliedstaaten haben im Vorfeld Übergangsregelungen eingeführt, um ihre Arbeitsmärkte für bulgarische und rumänische Arbeitnehmer für zunächst zwei Jahre zu schließen. Dieser Zeitraum kann auf maximal sieben Jahre ausgedehnt werden (siehe EurActivs LinksDossier Freizügigkeit der Arbeitnehmer in der EU-25external ). In den Mitgliedstaaten, die keine Übergangsmaßnahmen eingeführt haben, können Arbeitnehmer aus Bulgarien und Rumänien ungehindert eine Beschäftigung suchen.

Zusammenfassung Links

Arbeitnehmermobilität ist ein wesentlicher Bestandteil der EU-Agenda für eine wettbewerbsfähigere europäische Wirtschaft.  Zurzeit leben und arbeiten nur etwa 1,5 % der EU-Bürger in einem anderen Mitgliedstaat als ihrem Herkunftsland, eine Zahl, welche sich innerhalb der letzten 30 Jahre, trotz besserer Niederlassungsmöglichkeiten in anderen Ländern, nicht verbessert hat.
Ziel des Europäischen Jahres der Arbeitnehmermobilitätexternal ist,  diese Zahl zu steigern und auch innerhalb der einzelnen Länder zu einer größeren  Mobilitätsbereitschaft beizutragen. Denn Mobilität trägt zur Aneignung neuer Fertigkeiten und Kenntnisse bei, was auf den Arbeitsmärkten, von denen viele durch eine hohe Arbeitslosigkeit gekennzeichnet sind, immer wichtiger wird.

Kernfragen:

Rechtliche Einschränkungen der Mobilität

In einem Versuch, den komplexen Auswirkungen der Erweiterung 2004 entgegenzuwirken, haben mehrere der alten Mitgliedstaaten Übergangsregelungen bezüglich der Freizügigkeit von Arbeitnehmern der neuen Mitgliedstaaten eingeführt.  Am Ende der ersten  Übergangsphase – welche am 1. Mai 2006 abgelaufen ist – gab es noch eine Reihe von Ländern, die ihre Arbeitsmärkte nicht oder nur teilweise für  Arbeitnehmer aus den neuen Mitgliedstaaten öffnen wollten. 
Einige der wirtschaftsstärksten  und reichsten alten Mitgliedstaaten werden auch weiterhin den Zugang zu ihren Arbeitsmärkten für Arbeitnehmer aus Mittel- und Osteuropa beschränken Lediglich sieben der 15 ‚alten Mitgliedstaaten’ haben sich für eine vollständige Öffnung entschlossen. 
Mehr Informationen zu diesem Thema finden sie in unserem LinksDossier ‚.

 

Mobilität von Wissenschaftlern

Forschung ist eine treibende Kraft der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung.  Wissenschaftler können allerdings nur dann ihr volles Potential ausschöpfen, wenn sie zum einen einen Zugang zu den besten Fortbildungsmöglichkeiten haben, zum anderen während ihres gesamten Berufslebens die besten Karrieremöglichkeiten geboten kriegen.  Daher sind Mobilität und Zusammenarbeit für den Erfolg von Forschungsvorhaben  unerlässlich.  Eine verbesserte „Bewegungsfreiheit“ innerhalb der Grenzen der EU könnte ebenfalles dem „Brain Drain“ entgegenwirken, da immer mehr europäische Wissenschaftler in die USA auswandern.  
Aus diesen Gründen fördert die EU bereits seit langer Zeit die Mobilität von Wissenschaftlern und Studenten.  Dies war eines der Hauptziele des Europäischen Forschungsraumes (EFR), der im Rahmen der  Lissabon-Strategie darauf abzielt, die Leistungsfähigkeit der europäischen Forschung zu verbessern.

  • Das 6. Forschungsrahmenprogramm (6. RP):  € 1,580 Milliarden – etwas 9 % des Budgets des 6. RP – werden, als Teil der Maßnahmen zur Strukturierung des EFR, für Personal und Mobilität verwendet.
  • Diese Bemühungen sollen durch das 7. Forschungsrahmenprogramm, durch die so genannten  Marie-Curie-Maßnahmen external unterstützt external werden.  Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Ausbildung, Karrieremöglichkeiten und die Mobilität europäischer Wissenschaftler zu verbessern.  Ein besonderer Schwerpunkt wird auf Qualifikationen und Karriereentwicklungsmöglichkeiten, Austausch zwischen Universitäten und Industrie und eine stärkere Verlinkung der nationalen Systeme gelegt.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in unseren LinksDossiers ,  und .


Aus- und Weiterbildung

Nicht nur Wissenschaftler können von den Ausbildungsmöglichkeiten im Ausland profitieren, sondern auch Studenten, Schüler sowie Berufstätige.  2004 haben 437.000 Studenten im Ausland studiert.  Hiermit sind sie die geographisch mobilste Bevölkerungsgruppe der EU.

In beiden Mitteilungen „Die neue Generation von Programmen im Bereich allgemeine und berufliche Bildung“ und „Citizenship in Action“ sowie dem Vorschlag für ein Programm über Bildung und lebenslanges Lernen hat die Kommission Leitlinien für zukünftige Aus- und Weiterbildungsprogramme für die Zeit 2007 – 2013 dargelegt.  Ziel ist es mindestens 50.000 Erwachsene von Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Ausland bis 2013 profitieren zu lassen.  Zusätzliche Maßnahmen wurden in die folgenden Programme mit aufgenommen:

  • Der Bologna-Prozess soll zur Schaffung eines  Europäischen Raums der weiterführenden Bildung bis 2010 beitragen.  Entscheidend für das Erreichen diesen Ziels ist die Beseitigung von Hemmnissen, die einer effektiven Bewegungsfreiheit im Wege stehen. Studierende sollen einfacheren Zugang zu Studien- und Aufbaumöglichkeiten außerhalb ihres Heimatlandes bekommen. Erfahrungen von Lehrkräften, Forschern und Verwaltungsangestellten, die im Laufe von Forschungs-, Lehr- und Aufbauperioden im europäischen Rahmen akkumuliert wurden, sollen angerechnet und aufgewertet werden, ohne dass die gesetzlich festgelegten Rechte der jeweiligen Person dabei beeinträchtigt werden.
  • Das Erasmus-Programm möchte durch transnationale Kooperation zwischen den Universitäten, die Qualität und die europäische Dimension der akademischen Ausbildung verbessern, die Mobilität innerhalb Europas steigern sowie Transparenz und Anerkennung der Studienleistungen innerhalb der gesamten EU verbessern.  Bis 2010 sollen drei Millionen Studenten von dem Erasmus-Programm profitieren können.  Bisher haben jährlich 120.000 Studenten an dem Austauschprogramm teilgenommen, somit soll die Anzahl verdreifacht werden.
  • Durch das Leonardo-Programm werden länderübergreifende Projekte gefördert, welche auf der Kooperation zwischen verschieden Institutionen der beruflichen Ausbildung basieren.  Gemeint sind hiermit beispielsweise Bildungseinrichtungen, Universitäten, Unternehmen oder Handelskammern.  Bis 2013 sollen jährlich mindestens 150.000 Personen Zugang zum Leonardo-Programm erhalten.
  • Comenius-Projekte:  An diesem Programm zur Europäischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Schulbildung sollten mindestens zehn Prozent der Schüler und Lehrkräfte der EU teilnehmen.  Heute sind es gerade mal drei Prozent.
    Mehr Informationen zu diesen Themen finden Sie in unseren LinksDossiers über den Bologna-Prozess, Lebenslanges Lernen und Europäische Programme in beruflicher und allgemeiner Bildung.

Mehr Informationen zu diesen Themen finden Sie in unseren LinksDossiers über den ,  und .

 

Öffentliche Meinung über Mobilität

Aus einer  Eurobarometer-Umfrage zum Thema MobiliätPdf external  geht hervor, dass  EU-Bürger aus relativ wohlhabenden und wettbewerbsorientierten Ländern Mobilität eher für „eine gute Sache“ halten. Ganz besonders positiv eingestellt sind die Dänen, Schweden und Iren, während die Griechen, Zyprioten und Belgier die negativste Einstellung diesbezüglich haben.  Unabhängig davon wie skeptisch die Menschen Arbeitnehmermobilität betrachten, sind sie dennoch der Ansicht, dass der freie Personenverkehr eine der größten Errungenschaften der EU darstellt, weitaus größer noch als  „Friede“ oder der „Euro“.

 

Unterstützung der Mobilität

2006 wurde zum Europäischen Jahr der Mobilität der Arbeitnehmer external erklärt.  Mit dem Ziel, einen Europäischen Arbeitsmarkt zu schaffen, möchte die Kommission nun Diskussionenexternal zu Themen wie e Recht auf Arbeitssuche, Bleiberecht und Aufenthaltsrecht anstoßen.  Des Weiteren befasst sich die Kommission mit Grenzgängern und den Übergangsregelungen, welche den Arbeitnehmern aus Mittel- und Osteuropa nach der Erweiterung auferlegt wurden, sowie einer Reihe weiterer Themen, wie z.B. Bürger aus Drittländern oder die Übertragbarkeit von ergänzenden Rentenansprüchen.   

Links Zusammenfassung

Leserbriefe
A woman EU president
paulstpancras, European citizen
The Gender Dimension
Claudette Abela Baldacchino, Member, PES Group, Committee of the Regions (MT)
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