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Stellenangebot registrierenDie Möglichkeit, von einem Arbeitsplatz zum anderen zu wechseln und in eine andere Region oder ein anderes Land zu ziehen, wird als wesentlich für die Lösung des Beschäftigungsproblems in Europa betrachtet. Allerdings geht es hierbei um viel mehr als nur die Mobilitätsbereitschaft der Menschen. Denn erforderlich sind vor allem auch eine Anpassung der sozialen Sicherungssysteme, angemessene berufliche Fortbildungsmöglichkeiten und verantwortungsbewusste Arbeitgeber.
Arbeitnehmermobilität ist ein wesentlicher Bestandteil der EU-Agenda für eine wettbewerbsfähigere europäische Wirtschaft. Zurzeit leben und arbeiten nur etwa 1,5 % der EU-Bürger in einem anderen Mitgliedstaat als ihrem Herkunftsland, eine Zahl, welche sich innerhalb der letzten 30 Jahre, trotz besserer Niederlassungsmöglichkeiten in anderen Ländern, nicht verbessert hat.
Ziel des Europäischen Jahres der Arbeitnehmermobilität
ist, diese Zahl zu steigern und auch innerhalb der einzelnen Länder zu einer größeren Mobilitätsbereitschaft beizutragen. Denn Mobilität trägt zur Aneignung neuer Fertigkeiten und Kenntnisse bei, was auf den Arbeitsmärkten, von denen viele durch eine hohe Arbeitslosigkeit gekennzeichnet sind, immer wichtiger wird.
Rechtliche Einschränkungen der Mobilität
In einem Versuch, den komplexen Auswirkungen der Erweiterung 2004 entgegenzuwirken, haben mehrere der alten Mitgliedstaaten Übergangsregelungen bezüglich der Freizügigkeit von Arbeitnehmern der neuen Mitgliedstaaten eingeführt. Am Ende der ersten Übergangsphase – welche am 1. Mai 2006 abgelaufen ist – gab es noch eine Reihe von Ländern, die ihre Arbeitsmärkte nicht oder nur teilweise für Arbeitnehmer aus den neuen Mitgliedstaaten öffnen wollten.
Einige der wirtschaftsstärksten und reichsten alten Mitgliedstaaten werden auch weiterhin den Zugang zu ihren Arbeitsmärkten für Arbeitnehmer aus Mittel- und Osteuropa beschränken Lediglich sieben der 15 ‚alten Mitgliedstaaten’ haben sich für eine vollständige Öffnung entschlossen.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden sie in unserem LinksDossier ‚.
Mobilität von Wissenschaftlern
Forschung ist eine treibende Kraft der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Wissenschaftler können allerdings nur dann ihr volles Potential ausschöpfen, wenn sie zum einen einen Zugang zu den besten Fortbildungsmöglichkeiten haben, zum anderen während ihres gesamten Berufslebens die besten Karrieremöglichkeiten geboten kriegen. Daher sind Mobilität und Zusammenarbeit für den Erfolg von Forschungsvorhaben unerlässlich. Eine verbesserte „Bewegungsfreiheit“ innerhalb der Grenzen der EU könnte ebenfalles dem „Brain Drain“ entgegenwirken, da immer mehr europäische Wissenschaftler in die USA auswandern.
Aus diesen Gründen fördert die EU bereits seit langer Zeit die Mobilität von Wissenschaftlern und Studenten. Dies war eines der Hauptziele des Europäischen Forschungsraumes (EFR), der im Rahmen der Lissabon-Strategie darauf abzielt, die Leistungsfähigkeit der europäischen Forschung zu verbessern.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in unseren LinksDossiers , und .
Aus- und Weiterbildung
Nicht nur Wissenschaftler können von den Ausbildungsmöglichkeiten im Ausland profitieren, sondern auch Studenten, Schüler sowie Berufstätige. 2004 haben 437.000 Studenten im Ausland studiert. Hiermit sind sie die geographisch mobilste Bevölkerungsgruppe der EU.
In beiden Mitteilungen „Die neue Generation von Programmen im Bereich allgemeine und berufliche Bildung“ und „Citizenship in Action“ sowie dem Vorschlag für ein Programm über Bildung und lebenslanges Lernen hat die Kommission Leitlinien für zukünftige Aus- und Weiterbildungsprogramme für die Zeit 2007 – 2013 dargelegt. Ziel ist es mindestens 50.000 Erwachsene von Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Ausland bis 2013 profitieren zu lassen. Zusätzliche Maßnahmen wurden in die folgenden Programme mit aufgenommen:
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Öffentliche Meinung über Mobilität
Aus einer Eurobarometer-Umfrage zum Thema Mobiliät
geht hervor, dass EU-Bürger aus relativ wohlhabenden und wettbewerbsorientierten Ländern Mobilität eher für „eine gute Sache“ halten. Ganz besonders positiv eingestellt sind die Dänen, Schweden und Iren, während die Griechen, Zyprioten und Belgier die negativste Einstellung diesbezüglich haben. Unabhängig davon wie skeptisch die Menschen Arbeitnehmermobilität betrachten, sind sie dennoch der Ansicht, dass der freie Personenverkehr eine der größten Errungenschaften der EU darstellt, weitaus größer noch als „Friede“ oder der „Euro“.
Unterstützung der Mobilität
2006 wurde zum Europäischen Jahr der Mobilität der Arbeitnehmer
erklärt. Mit dem Ziel, einen Europäischen Arbeitsmarkt zu schaffen, möchte die Kommission nun Diskussionen
zu Themen wie e Recht auf Arbeitssuche, Bleiberecht und Aufenthaltsrecht anstoßen. Des Weiteren befasst sich die Kommission mit Grenzgängern und den Übergangsregelungen, welche den Arbeitnehmern aus Mittel- und Osteuropa nach der Erweiterung auferlegt wurden, sowie einer Reihe weiterer Themen, wie z.B. Bürger aus Drittländern oder die Übertragbarkeit von ergänzenden Rentenansprüchen.