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Acht gemeinsame Grundsätze für den Flexicurity-Ansatz werden wahrscheinlich einstimmig angenommen werden, wenn sich die Sozialminister der EU am 5. Dezember 2007 in Brüssel treffen werden. Die Expertengruppen des Rats in dieser Angelegenheit haben den Ansatz der Kommission gebilligt, die Arbeitsmarktprobleme der EU anzugehen, indem flexiblere vertragliche Vereinbarungen mit Beschäftigungssicherheit vereint werden.
Die Mitteilung der Kommission über Flexicurity
, die am 27. Juni 2007 angenommen worden war, versucht, mögliche Lösungen für Mitgliedstaaten zu entwerfen, um weitere sowie bessere Arbeitsplätze bereitzustellen und den Herausforderungen des Arbeitsmarktes im 21. Jahrhundert zu begegnen.
Die Kommission war bestrebt, den Eindruck zu zerstreuen, sie wolle den Mitgliedstaaten bestimmte Maßnahmen auferlegen. Anstatt die Defizite einzelner Staaten herauszustellen, hat sie sich dafür entschieden, gemeinsame Herausforderungen zu bestimmen, die die europäischen Arbeitsmärkte angehen müssen. Zu diesen zählen:
Am 15. November 2007 haben der Beschäftigungsausschuss und der Ausschuss für Sozialschutz ihre gemeinsame Stellungnahme über Flexicurity an den portugiesischen Arbeitsminister José António Vieira da Silva übermittelt, der nächsten Mittwoch (5. Dezember 2007) den Vorsitz des Ratstreffens für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten innehaben wird. Beide Ausschüsse betonten, dass die Mitteilung ein willkommener Beitrag sei, der die Mitgliedstaaten in der Festlegung ihrer Prioritäten und Maßnahmen innerhalb dieses Reformprozesses anregen solle. Sie fügen jedoch hinzu, dass Flexicurity weder einen Selbstzweck habe, noch neue Prozesse benötige.
Die Ausschüsse schlagen die folgenden gemeinsamen Grundsätze für Sicherheit vor. Der Rat wird diese vermutlich am 5. Dezember 2007 annehmen:
In einem Offenen Brief an die Sozialdemokraten im Europäischen Parlament
hat die linksgerichtete Fraktion der KVEL/NGL von einer „erhöhten Flexibilisierung und Ausbeutung“ der Arbeiter in Europa gesprochen. Trotz „der bislang erreichten Verbesserungen der Stellungnahme des EP-Beschäftigungsausschusses“ zu Flexicurity, betont der Offene Brief, dass das Parlament „die Qualität der Erwerbsarbeit, verbesserte soziale Sicherheit und soziale Eingliederung und bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben stärker in den Mittelpunkt rücken“ müsse.
Der italienische Europaabgeordnete Roberto Musacchio (KVEL/NGL) sagte, die Ungerechtigkeiten, die mit Flexicurity in Zusammenhang stünden, würden schlichtweg ignoriert werden: man sei gegen untypische Arbeitsverträge, die vorrangig Frauen und junge Menschen beträfen. Man wolle, dass respektable Arbeitsplätze die Regel würden; dauerhaft und sicher. Nur so könne man eine konkrete und korrekte Antwort auf das Arbeitsproblem geben, das besonders Frauen und junge Leute betreffe.