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Der Vorschlag der Kommission für ein neues Bündnis zur Sozialen Unternehmensführung, welches in Kürze ins Leben gerufen wird, zieht den Unmut der NGOs und Gewerkschaften auf sich, da sie von dem Gremium, welches die Kommission und Unternehmen zusammenbringen soll, ausgeschlossen werden sollen.
Das Bündnis ist das zentrale Element der anstehenden Mitteilung der Kommission (s. den neusten Entwurf
) über soziale Unternehmensführung (CSR), welche Kommissar Verheugen am 22. März 2006 vorstellt. Dieses Dokument wurde hauptsächlich ausgearbeitet, um die Kritik, welche die NGOs nach der Veröffentlichung der ersten Mitteilung 2002 äußerten, zu berücksichtigen. Diese waren der Ansicht, dass den Unternehmensinteressen zu viel Platz eingeräumt werde.
Auf einem Forum für die Interessenvertreter hatten sich NGOs und Unternehmen hauptsächlich über die Frage gestritten, ob die Auflagen bei der Sozialen Unternehmensführung zum Umweltschutz und zu den Arbeitsbedingungen freiwillig oder bindend sein sollten. In dem abschließenden Bericht
hieß es, dass man eine freiwillige Einbindung umweltpolitischer und sozialer Überlegungen bei der Unternehmensführung zusätzlich zu rechtlichen Anforderungen und vertraglichen Verpflichtungen vorziehen würde.
Die Kommission sagte, dass aufgrund der Definition des CSR-Konzeptes durch die Kommission ein gemeinsames europäisches Verständnis von CSR entstanden sei. Laut diesem Konzept würden Unternehmen soziale und umweltpolitische Bedenken in ihr unternehmerisches Handeln und ihre Beziehung zu anderen Interessenvertretern auf einer freiwilligen Basis mit einbeziehen. Es heißt weiter, dass die Kommission auch weiterhin der Ansicht sei, dass der Dialog mit allen Interessenvertretern wichtig sei, betont aber auch, dass die Unternehmen als Hauptakteure der sozialen Unternehmensführung Vorrang hätten. Das wichtigste Element des neuen Ansatzes sei daher eine innovative Partnerschaft mit Unternehmen in Form eines europäischen Bündnisses für soziale Unternehmensführung.
Laut des Entwurfes der Mitteilung soll das Bündnis für soziale Unternehmensführung einen politischen Rahmen für neue und bestehende CSR-Initiativen großer sowie kleiner und mittelständischer Unternehmen sein. Der Entwurf sieht keine Kontrollen oder Mindeststandards für CSR-Anforderungen vor.
Friends of the Earth (FoEE) sagte, dass Kommissar Verheugen den CSR-Prozess seiner Beschäftigungsagenda unterwerfe. Der Entwurf, den sie erhalten hätten, sei nicht geeignet umweltpolitische und soziale Auswirkungen der Unternehmen zu verbessern, sondern nur um die Unternehmen wettbewerbsfähiger und profitabler machen. FoEE behauptet weiter, dass der Vorschlag der Kommission die Empfehlungen der NGOs nicht berücksichtige. Diese forderten folgendes:
Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) wiederholte die folgenden Anforderungen:
Der britische Energieminister Malcolm Wicks sagte
kürzlich; dass die britische Regierung einen angemessenen politischen Rahmen zur Förderung von CSR befürworte, welcher es den Unternehmen erlauben würde, selbst zu entscheiden, wie sie es anwenden. Eine freiwillige Anwendung von CSR-Praktiken erscheine ihr am geeignesten. Er sagte weiter, dass die Regierung Gesetze erlassen könnte, wenn die Gesellschaft entscheide, dass Mindeststandards erforderlich seien. Ansonsten sei CSR prinzipiell Sache der Unternehmen.