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Spidla über Mobilität: Europäer wissen nicht, was ihnen entgeht [DE]

Veröffentlicht 15. Juni 2006 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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In einem exklusiven EurActiv-Interview mit EurActiv betonte der EU-Kommissar für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten, Vladimir Spidla, Herausforderungen und Möglichkeiten der Erwerbsmobilität.

EU-Kommissar Spidla ist der Ansicht, dass der Mangel an Mobilität eine verpasste Chance sei und sagte, was die EU mit einer höheren Mobilität beabsichtige, sei, die europäischen Arbeitskräfte zu ermutigen Mobilitätserfahrungen in bestimmte Abschnitte ihrer Karriere einfließen zu lassen.  Eine große Mehrheit der europäischen Arbeitskräfte, die diese Erfahrungen gemacht haben, würde angeben, dass Mobilität äußerst wertvoll für die Planung ihrer Karriere und ihre tägliche Lebensführung gewesen sei.  

Der Kommissar kritisierte, dass sich unter den Beschäftigten in Europa bisher keine oder nur eine gering ausgeprägte Mobilitätskultur entwickelt habe.  Grund hierfür sei unter anderem der „duale Arbeitsmarkt“, der durch eine kleine, äußerst mobile Gruppe von Arbeiternehmern und einer äußerst unbeweglichen Mehrheit gekennzeichnet sei. Die Arbeitskräfte, die letzterer Gruppe angehören, würden nur dann ihren Arbeitsstandort wechseln, wenn sie sich dazu aufgrund von Branchenentwicklungen oder unsicheren Beschäftigungsverhältnissen gezwungen fühlten. 

Auf die Frage nach der kulturellen Vielfalt und den sprachlichen Barrieren in Europa, welche hier wesentlich höher seien als in anderen Volkswirtschaften, wie beispielsweise der USA, sagte Spidla, dass die sprachlichen und kulturellen Hindernisse, aber auch Fragen der Unterkunft und Rückkehr, in der Tat besondere Begebenheiten des europäischen Arbeitsmarktes seien, welche der Entwicklung einer höheren Mobilitätskultur im Weg stehen würden.  Man könne diese Vielfalt aber auch als einen Vorteil betrachten, welcher den Menschen Zugang zu anderen Kulturen und Arbeitsumgebungen ermögliche, fügte er hinzu.  Des Weiteren biete Mobilität Arbeitnehmern nicht nur die Möglichkeit, sich eine hohe Anpassungsfähigkeit anzueignen – aufgrund der schnell wechselnden Arbeitsumgebungen – sondern auch den wahren Mehrwert der EU wahrzunehmen.

Lesen Sie das vollständige  Interview  hier.

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