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Wohlstandsgefälle in der EU wächst [DE]

Veröffentlicht 28. Juni 2006 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedstaaten werden größer. Angesichts der Tatsache, dass reiche Länder im EU-Vergleich reicher werden, während arme Länder ärmer werden, stellt sich die Frage nach der Wirksamkeit der EU-Bemühungen, wirtschaftliche und soziale Konvergenz zu erreichen.

ehn von zwölf EU-Ländern, in denen die Kaufkraft der Einwohner bereits 2004 über dem EU-Durchschnitt lag, haben es geschafft, den Wohlstand weiter zu vergrößern oder zumindest auf dem gleichen Stand zu halten. 

Aus dem so genannten „Nowcasts der Kaufkraftparitäten“ für 2005 des statistischen Amts der EU (Eurostat) geht ebenfalls hervor, dass fünf von 13 Ländern, die unter dem EU-Durchschnitt liegen, 2005 sogar noch ärmer wurden, während weitere sechs Länder auf dem gleichen Wohlstandsniveau blieben. Zypern, Slowenien, Estland und Polen waren die vier dieser Länder, die die Kaufkraft ihrer Bürger gegenüber dem Durchschnitt verbessern konnten. 

GDPinPPS_04_05b.png

BIP pro Kopf in den Jahren 2004 und 2005, ausgedrückt in Kaufkraftstandards (KKS) (EU25 = 100; mit Zahlen für 2005)

Quelle: Eurostat  Graph: EurActiv.com

Im Jahr 2005 lag die Kaufkraft in den fünf ärmsten Mitgliedstaaten bei durchschnittlich 32,2 % der Kaufkraft der Einwohner der fünf reichsten EU-Länder. Dies stellt knapp 1 Prozent weniger als noch im Vorjahr dar, als sie noch auf 33,1 % der Kaufkraft der reichsten Europäer kamen. 

Ein noch dramatischeres Bild ergibt sich, wenn die beiden Länder berücksichtigt werden, die der EU im Januar 2007 beitreten könnten: Die Einwohner Bulgariens konnten sich lediglich 12,1 % dessen leisten, was die Luxemburger kaufen konnten. Ein Jahr zuvor lag diese Zahl noch bei 13,5 %. 

Kaufkraftparitäten sind fiktive ‚Wechselkurse’, mit deren Hilfe, beruhend auf einem Waren- und Dienstleistungskorb, die reale Kaufkraft der Bürger eines Landes errechnet wird. 

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