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EM 2008: Ziel islamischer Extremisten? [DE]

Veröffentlicht 19. Mai 2008 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Schweizerischen Polizeiberichten zufolge habe Al-Qaida damit gedroht, Anschläge auf die Fußball-Europameisterschaft ausüben zu wollen, die im Juni in Österreich und der Schweiz stattfinden wird. Dies werde zu erhöhter Wachsamkeit der Sicherheitskräfte führen.

Die Besucherzahlen zahlreicher Internetseiten, die häufig von Al-Qaida benutzt werden, seien in den vergangenen Wochen in die Höhe geschnellt und die Anzahl der Foren, in denen schlafende Terrorzellen dazu aufgefordert werden, Anschläge auf die Fußball-Europameisterschaft im Sommer zu verüben, gestiegen, so der Bericht.

Obwohl keine konkreten Drohungen gegen die beiden Länder vorliegen, in denen die Meisterschaft ausgetragen wird, häufen sich auf einigen Internetseiten extremistischer Gruppen beunruhigende Phrasen und lenken die Aufmerksamkeit auf mögliche terroristische Gefahren.

Man sei wachsam und verfolge diese Djihad-Foren sehr genau, sagte ein schweizerischer Sicherheitsbeamter in einem Interview mit der schweizerischen Tageszeitung „La Liberté“. Die Situation sei ernst und man nehme diese Drohungen sehr ernst, fügte er hinzu.

Trotz der Tatsache, dass Österreich und die Schweiz sich relativ zurückhielten, wenn es um auswärtige Angelegenheiten gehe, gebe es Grund zur Annahme, dass beide Länder zum Ziel terroristischer Anschläge werden könnten, so La Liberté. Mehrere Städte in der Schweiz haben jüngst den Bau von Moscheen abgelehnt und Österreich ist Mitglied des NATO-Einsatzes in Afghanistan.

Große Sportveranstaltungen geben terroristischen Organisationen regelmäßig die Gelegenheit, mit Anschlägen zu drohen, so bei den Fußballmeisterschaften 1998 in Frankreich, 2004 in Portugal und 2006 in Deutschland. Keine der Drohungen wurde realisiert.

Dementsprechend glaubt der Sprecher der Schweizerischen Bundespolizei Guido Balmer, die EM 2008 sei ein offensichtliches Ziel. Die Aktivitäten auf Internetforen jedoch bezeichnet er als „öffentliche Unterhaltungen“ und beschreibt deren Inhalt eher als „Fantasien“ junger Menschen, die versuchen, Eindruck zu machen.

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