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Interview: Fußball kann afrikanische Wirtschaft fördern [DE]

Veröffentlicht 03. August 2007 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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2010 wird die Fifa-Weltmeisterschaft in Südafrika stattfinden. Europa könnte den Sport als ein Instrument für Entwicklung und zur Förderung wirtschaftlicher Aktivität einsetzen, sagt Jean-Claude Mbvoumin, der Präsident der französischen NGO Culture Foot Solidaire, die sich aktiv am Kampf gegen den Handel mit jungen afrikanischen Fußballtalenten beteiligt.

Mbvoumin erklärte, dass aufgrund von Doping, Menschenhandel und Gewalt, die mehr verbreitet seien denn je, die Welt des Sports dringend eine Regulierung benötige.

Er sagte: „Heutzutage haben wichtige Sportarten wie Fußball ein spezifisches Wesen und die absolute Entscheidungsgewalt. Dies ist jedoch nicht realistisch, wenn man die Probleme, denen Sport begegnet, betrachtet – Geldwäscherei, Menschenhandel, Ausbeutung und unterbezahlte Sportler, Gewalt und Rassismus.“

„Heute hat der Sport allein weder die Mittel noch hat er immer die Legitimität, diesen Problemen zu begegnen“, so Mbvoumin.

Auf die Frage, ob die Fifa-Weltmeisterschaft im Jahr 2010 – die in Südafrika stattfinden wird – eine positive Rolle für die Förderung des Sports als ein Werkzeug für Entwicklung spielen könne, sagte Mbvoumin, dies „hängt von denjenigen ab, die für den Sport verantwortlich sind, insbesondere von der Fifa.“ Er schlug vor, dass sich die Fifa klare Ziele setzt in Hinblick auf Bildung, Gesundheit und Schutz der Kinder.

Mbvoumin warnte jedoch ebenfalls davor, dass Sport allein keine treibende Kraft für Entwicklung sein könne, und dass das Engagement der afrikanischen Staaten ebenso wie der Basisorganisationen wie beispielsweise Culture Foot Solidaire ebenso notwendig sei. 

Auf die Frage, wie genau Sport als ein Mittel für Entwicklungsarbeit genutzt werden könne, betonte Mbvoumin die Bedeutung der Entwicklung einer wirtschaftlichen Struktur für den Sport. „Sport ist eine ökonomische Aktivität. Er generiert Einkommen und Geldtransfer. Dies kann interessant sein für die Entwicklungsländer und einen Beitrag leisten zu den Entwicklungspolitiken.“

„In Afrika existiert derzeit keine offizielle, organisierte und strukturierte wirtschaftliche Aktivität im Bereich des Sports, und es wurden keine Politiken dafür entwickelt“, erklärte Mbvoumin. Er fügte hinzu, dem Kontinent mangele es an Fachwissen und eindeutigen Politiken zu diesem Problem; Europas Unterstützung könnte hierbei wertvoll sein.

Mbvoumin hofft, politische und finanzielle Unterstützung von Europa für eine Konferenz, die Culture Foot Solidaire derzeit zur Problematik des Handels mit Menschen und der Ausbeutung von Kindern für 2008 vorbereitet, zu erhalten. Das Ziel der Vereinigung ist, mindestens 50 Länder zu versammeln, um eine Charta zum Schutz der Kinder und junger Sportler zu unterzeichnen. Die Vereinigung erhofft sich weiterhin, dass Europa Programme für Vorsorgemaßnahmen in Afrika einrichten werde.

Um das vollständige Interview zu lesen, klicken Sie bitte hier.

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