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29. November 2009
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Kommission stellt Quecksilber-Strategie vor[en][fr

Erschienen: Dienstag 1. Februar 2005   

Die EU will die globale Quecksilberbelastung mithilfe einer umfassenden Strategie verringern.  Europäische Quecksilberexporte sollen bis 2011 eingestellt werden.

Hintergrund:

Es ist allgemein bekannt, dass von Quecksilberexternal  eine ökologische und gesundheitliche Bedrohung ausgeht. Es wird im Körper angereichert und kann den Gehirnzellen und dem zentralen Nervensystem erheblichen Schaden zufügen. Die Risiken von Quecksilber sind ein globales Problem, da Quecksilber über die Luft und Nahrungskette (insbesondere über Fische) übertragen wird. 

Quecksilber wird hauptsächlich in Thermometern, Barometern, Amalgamen und Batterien, aber auch bei der Herstellung von Chloriden, verwendet. 

Die EU ist der weltweit größte Exporteur von Quecksilber. Sie liefert fast ein Drittel des globalen Angebots (1.000 Tonnen der insgesamt 3.600 Tonnen pro Jahr). Das Quecksilber, das exportiert wird, stammt größtenteils aus Überresten des EU-Chloralkali-Sektors.

Auf internationaler Ebene werden vor allem im Rahmen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen Debatten über dieses Thema geführt (UNEP).

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Die Hauptelemente der neuen EU-Quecksilberstrategie sind folgende: 

• Einstellung der europäischen Exporte bis 2011
• Durchführung weiterer globaler Maßnahmen im Rahmen internationaler Plattformen und gemeinsam mit anderen Ländern
• Reduzierung der Nachfrage in der EU durch eine eingeschränkte Vermarktung gewisser Produkte (z.B. Thermometer)
• Maßnahmen zur sicheren Lagerung von überschüssigem Quecksilber
• Verringerung der Quecksilberemissionen in der EU
• Mehr Forschung und Informationsprogramme zu gesundheitlichen Auswirkungen von Quecksilber (als Teil des 7. Rahmenforschungsprogramms)

Positionen:

Die europäische Chloralkaliindustrie hat die Quecksilberemissionen, die während der Produktionsprozesse entstehen, im Laufe des letzten Jahrzehnts bereits auf freiwilliger Basis erheblich reduziert. In einer ersten Reaktion auf die neue Strategie der Kommission äußert Euro Chlor, dass es auch weiter vorhabe, die Emissionen zu verringern. Gleichzeitig vertritt der Verband die Auffassung, „es ist unwahrscheinlich, dass ein unilateraler Exportstopp das globale Quecksilberproblem löst“. Es bedürfe einer größeren Zahl von internationalen Maßnahmen. „Sollte dies nicht erreicht werden, könnten Quecksilberminen woanders berechtigterweise ihre Produktion erhöhen, um der Nachfrage des Markts nachzukommen, die ansonsten von dem recycelten Quecksilber aus der Chloralkaliindustrie befriedigt werden würde“, so die EU-Lobby der Chlorindustrie. 

Dahingegen zeigten sich Umweltorganisationen zufrieden mit der geplanten EU-Strategie. Greenpeace erklärt in einer Pressemeldung, dass die EU „Führungswillen beweist, indem sie gegen die globale Quecksilberbelastung vorgeht“. Die Umweltschützer mahnen indes, dass gezieltere Maßnahmen erforderlich seien, um „die Einstellung der Quecksilberproduktion in der größten Mine der Welt in Almaden, Spanien, durchzuführen“. Darüber hinaus, fordern sie strengere Maßnahmen bezüglich der Emissionen größerer kohlebetriebener Verbrennungsanlagen.

Nächste Schritte:

  • Dier Quecksilber-Strategie muss von Rat und Parlament gebilligt werden.
  • Sie wird die Grundlage der Position der EU in den bevorstehenden Diskussionen auf internationaler Ebene über Quecksilber bilden, die im Februar 2005 im 'Governing Council' von UNEP stattfinden werden.

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