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Stellenangebot registrierenTrotz deutlicher Verbesserungen seit 1990 seien die Emissionen von Autos und LKWs auch weiterhin die Hauptquelle gesundheitsschädigender Luftschadstoffe, heißt es in einem neuen Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA).
Der Bericht, der am Montag (28. Juli 2008) veröffentlicht wurde, zeigt, dass der Straßenverkehr noch immer die wichtigste Emissionsquelle von Schwefeloxiden (SOx), Kohlenmonoxid (CO) und flüchtigen organischen Nichtmethanverbindungen (NMVOC) in der EU-27 ist.
Er ist auch die zweitwichtigste Emissionsquelle – nach dem Baugewerbe und den privaten Haushalten – von Feinstaubemissionen (PM10 und PM2,5), die bei Menschen Atemwegserkrankungen verursachen können.
Als weitere Hauptursachen für die Luftverschmutzung nennt der Bericht das verarbeitende Gewerbe und das Baugewerbe, die privaten Haushalte (Feinstaub) und die Landwirtschaft (vor allem Ammoniak). Der Bericht trägt Zahlen zusammen, die in den 27 EU-Mitgliedstaaten von 1990 und 2006 gesammelt wurden.
Insgesamt scheint der Ausstoß von Luftschadstoffen in der EU seit 1990 zurückzugehen, so der Bericht. Die registrierten Emissionen von Stickoxiden (NOx) seien bis zum Jahr 2006 um mehr als 35%, die Schwefeldioxidemissionen um fast 70% zurückgegangen.
Die größten Emissionssenkungen seien für den sauren Schadstoff SOx verzeichnet worden, heißt es im Bericht; die Emissionen lagen im Jahr 2006 um fast 70% niedriger als 1990. Hier sei es die öffentliche Strom- und Wärmeerzeugung im Energiesektor, die für den Großteil der Verschmutzung – 58,4% der registrierten Emissionen – verantwortlich sei.
Auch die Emissionen der drei Luftschadstoffe, die hauptsächlich für die Bildung des schädlichen bodennahen Ozons verantwortlich sind, seien in diesem Zeitraum gesunken, bemerkt der Bericht: Die CO-Emissionen seien um 53%, die NMVOC-Emissionen um 44% und die NOx-Emissionen um 35% gefallen.
Der Bericht der EUA wurde als Teil der Verpflichtungen der EU im Rahmen des Übereinkommens über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung aus dem Jahr 1979 veröffentlicht, dessen Einhaltung von der UN-Wirtschaftskommission für Europa (ECE) kontrolliert wird.
Der Europäischen Kommission zufolge lebten Europäer aufgrund des Feinstaubes, der in die Luft ausgestoßen wird, durchschnittlich acht Monate kürzer. In stärker verschmutzten Gebieten der EU belaufe sich die Zahl gar auf 36 Monate, sagte Barbara Helfferich, die Sprecherin des EU-Umweltkommissars Stavros Dimas.
Anfang April billigte der EU-Ministerrat eine neue Richtlinie über Luftqualität
, die verbindliche, EU-weite Grenzen für Feinstaubemissionen festlegt (EurActiv vom 15. April 2008).
In einer Stellungnahme
, die der Richtlinie beigefügt ist, kündigte die Kommission eine Reihe umfassender neuer Gesetzesvorschläge an, die sie im Jahr 2008 vorlegen will, um die Luftqualität in Europa weiter zu verbessern. Dies beinhaltet Maßnahmen zur Senkung von Emissionsmengen, die durch das Betanken von Fahrzeugen mit Ottomotor an Tankstellen bedingt sind oder weitere Maßnahmen wie die Verringerung des Lösemittelgehalts in Farben und Lacken.