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30. August 2008
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Automobilforum mit alternativen Maßnahmen zur CO2-Senkung [DE][en][fr

Erschienen: Montag 4. Februar 2008   

Wenn Autos den CO2-Redutionszielen der EU gerecht werden wollten und gleichzeitig für Verbraucher erschwinglich bleiben sollen, müssen die europäischen Gesetzgeber neben Motortechnologie auch andere Bereiche in Erwägung ziehen, wie beispielsweise kraftstoffeffiziente Reifen, alternative Kraftstoffe oder ökologisches Fahren. Dies sagten Vertreter des Automobilsektors und der Kraftstoffindustrie währen eines Forums im Januar 2008.

Das Europäische Automobil-Forum 2008external fand am 23. Januar 2008 in Brüssel statt und wurde vom Verband der belgischen Autohersteller (Fabiac) und vom Verband europäischer Automobilhersteller (ACEA) organisiert. Es beinhaltete eine Reihe von Workshops mit Themen wie ‚die Komplexität der Fahrzeugtechnik’, ‚die Notwendigkeit, die Einstellung der Verbraucher zu ändern’ oder ‚bessere Straßen: eine verworfene Quelle zur Emissionsreduzierung’. Das norwegische Beratungsunternehmen Sintef legte beispielsweise eine Studie darüber vor, wie eine verbesserte Straßeninfrastruktur Fahrzeugemissionen reduzieren kann (EurActiv vom 11. April 2007).

Das Ziel war es, die Kenntnis über ‚ergänzende Fahrzeugtechnologie’ zu verbessern. Die Europäische Kommission geht davon aus, dass diese derzeit eine Emissionssenkung von nicht mehr als zehn Gramm pro Kilometer herbeiführen könne. Während des Forums wurde eine Reihe interessanter Alternativen zur Senkung der CO2-Emissionen vorgelegt.

Patrick Ozoux, Vorsitzender des EU-Büros von Michelin, legte eine Studie vor, die zeigte, dass europäische Fahrzeuge, bis zu sieben Gramm pro Kilometer weniger ausstoßen könnten, einzig, indem Fahrzeuge auf bessere Reifen umgestellt würden. Er erklärte, eine von fünf Tankfüllungen werde für Reifen verbraucht und betonte den bedeutenden Beitrag, den Reifen zum Kraftstoffverbrauch leisteten.

Jan De Strooper, Geschäftsführer des belgischen Unternehmens DrivOlution, hat sein Projekt e-Positifexternal für ökologisches Fahren vorgestellt. Es handelt sich hierbei um ein acht Monate lang laufendes Projekt, während dem der Kraftstoffverbrauch von 150 Fahrern beobachtet wurde, nachdem sie fünf Fahrstunden für ökologisches Fahren erhalten hatten.

Laut De Strooper verbrauchten die Teilnehmer des Programms durchschnittlich 7,5% weniger Kraftstoff. Die Hälfte von ihnen erreichte gar Reduktionen in Höhe von zehn bis 18%. Sie sparten auf insgesamt eine Million Kilometer 6 275 Liter Kraftstoff. Dies führe nicht nur zu finanziellen Einsparungen für jeden Einzelnen von rund 275 Euro jährlich, sondern auch zu einer Senkung der CO2-Emissionen von etwa acht Prozent, so De Strooper.

Er fügte hinzu, wenn alle Belgier ‚e-positif’ führen, könnten jährlich ohne zusätzlichen Kostenaufwand bis zu 627,5 Millionen Liter an Kraftstoff eingespart werden.

Diese Zahl korrespondiert mit der Angabe des ACEA: 3 600 Euro sei die Höhe der zusätzlichen Kosten pro Fahrzeug, die durch die vorgeschlagenen EU-Gesetzgebung eingespart würde.

Umweltorganisationen haben jedoch die Branche beschuldigt, die Verantwortung von sich zu weisen, indem sie einen ‚integrierten Ansatz’ fordere. Der Europaabgeordnete Chris Davies, der Berichterstatter im Parlament zum Dossier Autos und CO2, hat die Idee ebenfalls angelehnt, die EU-Gesetzgebung müsse einen stärkeren Fokus auf Ergänzungsmaßnahmen legen. Er sagte, was man nicht messen könne, könne man auch nicht in den Griff bekommen.

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Leserbriefe
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<a href="http://www.biodiesel.org" rel="nofollow">Joe Jobe, National Biodiesel Board (USA)</a>
Climate policy: Oil industry ‘up to their old tricks’
<a href="http://www.transportenvironment.org/" rel="nofollow">Jos Dings</a>
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