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30. November 2009
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CO2-Fußabdruck des französischen TGV wird untersucht [DE][en][fr

Erschienen: Donnerstag 5. März 2009   

Die französische Eisenbahngesellschafft RFF arbeitet gerade an der Erstellung einer Ökobilanz, die den CO2-Fußabdruck ihrer Hochgeschwindigkeitszüge ermitteln soll. Die Studie wird zwar erst im Juni veröffentlicht werden, vorab wurde allerdings bereits bekannt, dass die meisten CO2-Emissionen durch die Abholzung entstehen, die der neue Streckenbau verursacht.

Man habe den politischen Auftrag und die rechtliche Verpflichtung Statistiken zu CO2-Emissionen im Verkehr zu erstellen, darunter fiele selbstverständlich auch der Schienenverkehr, sagte Sebastien Gourgouillat, der Zuständige für nachhaltige Entwicklung bei Réseau Ferré de France (RFF), auf einer Diskussionexternal zur Zukunft der europäischen Eisenbahn, die am 4.  März 2009 in Brüssel stattfand.

Er sagte, die RFF, der Betreiber des französischen Schienennetzes, entwickele momentan ein neues System für die Erstellung von CO2-Fußabdrücken der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecken (HSL).

Eine solche Strecke befindet sich momentan im Bau. Es handelt sich um die Rhein-Rhône Hochgeschwindigkeitstrasseexternal , die bis auf ihren östlichen 190 km langen Arm, der einmal Dijon und Mühlhausen über Besançon verbinden soll, fertig gestellt ist. Die Kosten der Bauarbeiten auf dem 2,31 Milliarden Euro teuren  östlichen Streckenabschnitt, der Ende 2011 in Betrieb genommen werden soll, werden gemeinsam vom französischen Staat (751 Millionen Euro), den 17 Lokalregierungen in Franche-Comté, Burgund  und dem Elsass (653 Millionen Euro), der RFF (642 Millionen Euro), der EU (198 Millionen Euro) und der Schweiz (66 Millionen Euro) getragen.

Angaben der RFF zufolge, seien Umweltfragen seit der Initierung des Projekts im Jahr 1993, sorgfältig bedacht worden. Aber die jetzige Erstellung einer Ökobilanz, die den CO2-Fußabdruck umfasst, also die Emissionen sämtlicher Projektphasen, von der Planung- und die Bauphase hin zum Betrieb, in Betracht zieht, werde den Umweltfragen eine noch höhere Priorität einräumen.

Die Studie, erklärte Gourgouillat, ziehe ebenso die Umweltauswirkungen der für die Gleisverlegung nötigen Abholzung in Betracht, als auch die des Transports von Materialen und Baugeräten. Die Errichtung neuer Bahnhöfe, die Wartung und Pflege der Gleise, sowie der Vegetation in der Umgebung, der Energieverbrauch der Züge und entstehender Abfall werden ebenfalls berücksichtigt.

Die fertige Studie wird im Juni 2009 veröffentlicht werden.

Da ungefähr 40 Prozent der neuen Strecke durch heutiges Waldgebiet führe, sei die  Abholzung ganz eindeutig hauptverantwortlich  für die Entstehung von Emissionen, fügte Gourgouillat hinzu. Andere große Faktoren seien die nötigen Plateauangleichungen und die Bearbeitung des Terrains, sowie die Verwendung von Stahl. Weitere Emissionen würden unter anderem durch Treibstoffverbrauch entstehen.

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