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Parlament: Fluggesellschaften müssen mit echten Tarifen werben [DE]

Veröffentlicht 12. Juli 2007 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Europaabgeordnete haben einen Kommissionsplan unterstützt, der die Fluggesellschaften verpflichtet, die wahren Flugpreise auszuschreiben, anstatt Tarife anzugeben, die weder zusätzliche Gebühren noch Steuern enthalten.

Die Mitglieder des Europaparlaments haben am 11. Juli 2007 für die Überarbeitung der 15 Jahre alten Regelungen gestimmt, die den Luftverkehrsmarkt regulieren, um die Transparenz bei Flugtarifen zu erhöhen. Dies soll es den Verbrauchern erleichtern, Preise zu vergleichen, die von verschieden Fluggesellschaften angeboten werden.

Der litauische Europaabgeordnete Arunas Degutis (ALDE), der den Parlamentsbericht entworfen hat, sagte, Fluggäste müssten genauso behandelt werden wie andere Verbraucher, und hätten daher das Recht auf eindeutige und vollständige Informationen über den Preis, den sie tatsächlich zahlten.

Er fügte hinzu, dass im Internet durchgeführte Reservierungen – oft die einzige Möglichkeit, um Tickets bei Billigfluglinien zu buchen – besondere Besorgnis erregten. Billigfluglinien, so wie Ryanair, geraten in Brüssel in die Kritik, weil sie mit ‚kostenlosen’ Tickets werben, obwohl in Wirklichkeit Steuern und Gebühren in Höhe von 15 bis 35 Euro hinzukommen.

Der irische Europaabgeordnete Jim Higgins (EVP-ED) sagte, die Taktik, ‚attraktive Tarife’ zu veröffentlichen, deren Preis manchmal nur einen Cent betrüge, und anschließend die Preise drastisch durch das Addieren von zusätzlichen Kosten zu erhöhen, sei bewusst irreführend und solle beendet werden.

Gemäß der neuen Regelungen, die noch vom Rat angenommen werden müssen, müssen Flugtarife, die ‚direkt oder indirekt an die reisende Öffentlichkeit’ gerichtet sind, den Preise enthalten, der von Passagieren an die Fluggesellschaften oder deren Agenturen für die Beförderung dieser Passagiere und deren Gepäck gezahlt werden muss; ebenso müssen die entsprechenden Steuern, unvermeidlichen Gebühren und Zuschläge eingeschlossen sein, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bekannt sind.

Weiterhin müssen die Tickets darauf hinweisen, ob der Tarif zusätzliche Gebühren enthält, die mit Sicherheitsmaßnahmen zusammenhängen, sodass Passagiere genau wissen, wofür sie zahlen. Das System zielt zudem darauf ab, sicherzustellen, dass die Gebühren nur für steigende Flughafen- und Flugzeugsicherheitskosten an Bord verwendet werden.

Die neuen Regelungen würden Fluggesellschaften weiterhin untersagen, verschiedene Tarife für das gleiche Ticket zu verlangen (der gleiche Buchungszeitraum, der gleiche Sitzplatz und derselbe Flug) entsprechend dem Land, indem der Käufer lebt.

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