ThemenRubriken
MiniRubriken
Head of Unit - Corporate Services M/F (Grade AD 10)
Permanent representative in Madrid
Principal, Border Management Staff College (P5)
Stagiaire / Trainee - for the leading EU policy media
Junior Scientific and Technical Advisor
Assistant Communications & Public Affairs Departments
Stellenangebot registrierenWährend 771 europäische Städte sich auf die europäische Mobilitätswoche 2006 vorbereiten, stimmen die Einwohner Stockholms über ein Straßengebührensystem ab, das den Verkehr in der Innenstadt reduzieren soll.
Vom 16. bis 22. September 2006 können die Bürger in Europa eine ganze Woche lang an unterschiedlichen Veranstaltungen zu nachhaltiger Mobilität teilnehmen. Der autofreie Tag stellt den Höhepunkt der Woche dar.
Nachdem die World Meteorological Organization (WMO) das Jahr 2005 zu dem „Jahr der Katastrophen“ ausgerufen hat, wurde Klimawandel zum Hauptthema der diesjährigen Mobilitätswoche gewählt.
Das Ziel ist auf nationaler, regionaler und kommunaler Ebene ein stärkeres Bewusstsein für die Notwendigkeit einer Veränderung des Verhaltens im Bereich Mobilität und vor allem bei der Nutzung von Privatautos zu schaffen.
Die Woche soll auch eine längerfristige Debatte über Möglichkeiten, städtisches Leben nachhaltiger zu gestalten, anstoßen.
Laut der offiziellen Homepage nehmen bisher 771 Städte an der Europäischen Mobilitätswoche und 1.019 an dem ‚Internationalen Autofreien Tag’ teil.
Barbara Helfferich, Sprecherin des Umweltkommissars Stavros Dimas, erklärte, die Kommission unterstütze voll und ganz Stockholm und andere Städte in ihren Bemühungen, Antworten auf vom Klimawandel verursachte Herausforderungen zu finden – sei es durch Geschwindigkeitsbegrenzungen, verbesserte öffentliche Verkehrssysteme oder durch „Umweltgebühren“. Probieren gehe über studieren so Helfferich und es hätte sich gezeigt, dass Straßengebühren ihren Zweck erfüllen würden.
Der schwedische Premierminister Göran Persson sprach sich in einer Wahlkampfrede für Staugebühren in Stockholm aus – es gäbe zu viele Autos.
Fredrik Reinfeldt, Vorsitzender der bürgerlichen Opposition, äußerte sich jedoch besorgt, dass solche Gebühren der schwedischen Wirtschaft schaden könnten. Er werde gegen einen solchen Vorschlag stimmen, gab Reinfelt bekannt. Er sei der Auffassung, Gebühren seien ein Teil der Lösung für Verkehrsprobleme, jedoch hätten die Sozialdemokraten in Stockholm diese Aufgabe sehr schlecht gemeistert.
Rickard Wessman, Sprecher der moderaten Partei in Stockholm (eine der vier Parteien der bürgerlichen Opposition) betonte, die Ursache für die Verkehrsprobleme in Stockholm sei der Mangel an Ringstraßen. Wenn man solche Straßen bauen würde, würde dies mehr oder weniger die Stauprobleme beheben.
Der Verband öffentlicher Verkehr (UITP) schlägt die Einführung von Staugebühren als effizienten Weg, individuellen Transport und dessen negative Auswirkungen einzudämmen, vor. Hans Rat, Vorsitzender der UITP erklärt, dass in Gegenden mit viel Verkehr der einzelne Verkehrsteilnehmer nicht alleine die Kosten für seine Beförderung trägt. Die Wirtschaft als Ganzes, die Lebensqualität der Bürger und die Umwelt leide unter den Konsequenzen der übervollen Städte. Die Kosten für Stau in Europa würden auf jährlich 63 Mrd. Euro beziffert. Staugebühren könnten das Bewusstsein der Autofahrer für den Umfang der von ihnen verursachten Kosten stärken und sie dazu verpflichten, einen Teil der Kosten zu tragen. Die Einnahmen könnten dazu genutzt werden, das öffentliche Verkehrsangebot zu verbessern.