- Mobilität und soziale Integration
Im Rahmen ihres 57. World Congress and Exhibition in Helsinki vom 20. bis 24. Mai 2007 betont der Verband für Träger des öffentlichen (Nah-)Verkehrs (ÖPNV; Union Internationale des Transports Publics - UITP) die wichtige Rolle des öffentlichen Verkehrs für den Kampf gegen soziale Ausgrenzung.
Laut der UITP seien, obwohl die europäischen Staaten bereits erfolgreich an der Sicherstellung der Zugänglichkeit zu Transportmitteln und –diensten für alle Bürger gearbeitet hätten, noch weitere Maßnahmen notwendig, um die Verkehrsanbindung der sozial ausgegrenzten Bürger der EU zu verbessern. Dies sei unumgänglich, wenn die EU einen entscheidenden Einfluss auf die Armutsbekämpfung bis 2010 haben möchte, wie dies in der Lissabon-Strategie für Wachstum und Arbeitsplätze festgelegt wurde.
Die Organisation betont, dass die EU die Bereitstellung von öffentlichen Verkehrsmitteln als Ziel in ihren Leitlinien für Mitgliedstaaten festlegen solle, das dann bei der Entwicklung der nationalen Aktionspläne zur sozialen Integration angewandt werden solle.
Aufgrund einer alternden Gesellschaft (22% der Bevölkerung ist älter als 60 Jahre und es wird angenommen, dass sich dieser Anteil bis 2050 auf 36% erhöht) kann eine Verbesserung der Anbindung nicht länger vernachlässigt werden, so die Organisation.
- Fokus auf ‘benachteiligte Wohngebiete’
Die Unruhen in französischen Städten 2005 unterstrichen die Notwendigkeit neuer Lösungen, um den Problemen der Ausgrenzung in städtischen Gebieten zu begegnen.
Die Leipzig-Charta für zukunftsfähige europäische Städte, welche die EU-Minister voraussichtlich am 24. und 25. Mai 2007 annehmen werden, beschäftigt sich in beträchtlichem Umfang mit den Problemen der hohen Arbeitslosenzahlen und der sozialen Ausgrenzung (EurActiv 16. MAi 2007). Es wird das Bedürfnis nach einer umfassenden Stadtentwicklungspolitik festgestellt, die sich auf Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt, Bildung und Ausbildung junger Menschen konzentriert sowie auf qualitativ hochwertige öffentliche Räume und bezahlbaren, effizienten städtischen Verkehr.
Die Charta wird weiterhin vorschlagen, dass Mitgliedstaaten die europäischen Strukturfonds nutzen können, um speziell Stadtentwicklungsprogramme zu finanzieren.



