Der Europäische Kommissar für Verkehr, Jacques Barrot, hat Maßnahmen begrüßt, die den Städten mehr Freiheiten für eigene Regelungen einräumen. In Zukunft könnten mehr Städte dem Vorbild Londons folgen, wo bereits ein System für Staugebühren eingeführt wurde.
Bei ihrem Treffen am 19. April 2007 diskutierten Vertreter von rund 20 europäischen Städten die Zukunft der städtischen Mobilität in Europa. Der Kommissar sagte, dass das Grünbuch über Stadtverkehr, das im September vorgelegt werden soll, Bestimmungen zu einem harmonisiertem Rechtsrahmen für Verkehrsmanagementsysteme enthalten könnte. Dies gehört zu den zentralen Forderungen von Eurocities, die 132 Großstädte in ganz Europa repräsentieren.
Momentan hindert die nationale Gesetzgebung in vielen EU-Ländern, zum Beispiel in Frankreich und in Dänemark, regionale und kommunale Regierungen an der Einführung solcher Gebühren, die sowohl zur Verhinderung von Verkehrsproblemen in Stadtzentren wie auch als Finanzquelle für die Entwicklung von öffentlichen Verkehrssystemen dienen könnten.
Barrot äußerte sich außerdem positiv zum zweiten Hauptanliegen von Eurocities, der Förderung einer gemeinsamen Auftragsvergabe beim Ankauf von ‚sauberen’ Fahrzeugen. Gegenwärtig muss jede Stadt eigenen Vergabeverfahren folgen, die häufig zu einer Fragmentierung des Marktes führen und die Investition in sauberere Technologien verteuern.



