EurActiv Logo
EU-Nachrichten & Politikdebatten
- durch Sprachenvielfalt -
Bulgaria News
Turkey News
Germany News
Spain News
France News
United Kingdom News
Poland News
Czech Republic News
Slovakia News
Hungary News
Romania News
Serbia News
Greece News
Italy News
Bulgaria Turkey Germany Spain France United Kingdom Poland Czech Republic Slovakia Hungary Romania Serbia Greece Italy
EurActiv.com Réseau

ALLE SEKTIONEN BROWSEN

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Auf Grund des großen Erfolgs von EurActiv Deutschland findet die komplette deutschsprachige EU-Berichterstattung des EurActiv-Netzwerkes nun über Euractiv.de statt.

Die deutschsprachige Fassung von EurActiv.com wird nicht mehr aktualisiert, alle bisherigen übersetzten Texte bleiben aber im Archiv für Sie verfügbar.

Wir freuen uns, Sie künftig auf EurActiv.de begrüßen zu dürfen!

Tajani verspricht Autoherstellern gute Neuigkeiten vom EU-Gipfel [DE]

Veröffentlicht 11. Dezember 2008 - Aktualisiert 29. Januar 2010
Druckoptimierte VersionEinem Freund senden

Während sich die EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel treffen, um über ein von der Europäischen Kommission vorgeschlagenes Konjunkturprogramm in Höhe von 200 Milliarden Euro zu diskutieren, versprach der Kommissar für Verkehr Antonio Tajani am Vorabend des Gipfeltreffens, dass die Endfassung des Abkommens gute Neuigkeiten für die Automobilbranche verheißen werde.

Tajani, der seinen eigenen Worten nach mehr aus dem Bauch heraus als mit dem Kopf sprach, hielt bei einer Verkehrskonferenz, die am 10. Dezember 2008 von der ACEA, dem Verband europäischer Automobilhersteller, organisiert wurde, eine kämpferische Rede, um die Unterstützung der Öffentlichkeit für den Verkehrssektor zu gewinnen.

Angriff sei die beste Verteidigung der angeschlagenen Automobilindustrie, meinte Tajani und drängte die Unternehmen und Mitgliedstaaten, sich mit der Kommission zusammenzuschließen, um die aktuelle Wirtschaftskrise zu bekämpfen, die er mit dem Zweiten Weltkrieg verglich.

Er setze sich für das 20-20-20-Projekt ein, erklärte er mit Bezug auf das EU-Ziel, bis 2020 die CO2-Emissionen von Autos um 20% zu reduzieren. Er betonte jedoch, dass man verstehen müsse, dass es Unternehmen in den Mitgliedstaaten gebe, die Millionen von Arbeitsplätzen für die Bürger sichern müssten. Deshalb glaube er, dass der abschließende Kompromiss über das Konjunkturprogramm der EU den Unternehmen ein positives Signal aussenden werde, sagte er den Teilnehmern der Konferenz.

Der von der EU-Kommission vorgeschlagene Plan authorisiert ausnahmsweise Staatsbeihilfen für die Automobilindustrie und enthält Maßnahmen in Höhe von 5 Milliarden Euro, mit denen die Entwicklung umweltfreundlicherer Autos angekurbelt werden soll.

In den Verkehrssektor müsse viel Geld investiert werden, fügte Tajani hinzu und betonte, dass insbesondere Investitionen in die Infrastruktur getätigt und die Erweiterung des transeuropäischen Verkehrsnetzes über die Grenzen der EU hinaus nach Russland und Afrika vorangetrieben werden müssten. So könnten die Möglichkeiten des EU-Verkehrssektors für die Entwicklung neuer Geschäfte erweitert werden.

Tajana mahnte die Wirtschaftvertreter bei der Veranstaltung, seine ambitionierten Vorstellungen für Afrika nicht zu unterschätzen. Wenn Europa dem Kontinent helfen könne, seine Verkehrsinfrastrukturen auszubauen, könne dies dem Kontinent nicht nur politische Stabilität bringen und dabei helfen, Migrationsprobleme zu lösen, sondern könnte den europäischen Unternehmen auch bedeutende Geschäftsmöglichkeiten eröffnen, erklärte er. 

Die Forderung des Kommissars, bedeutende Investitionen in Infrastrukturprojekte zu tätigen, wurde auch von den Konferenzteilnehmern aufgegriffen. Sie betonten, wie wichtig es sei, in die Entwicklung von intramodalen Verkehrssystemen zu investieren, damit der Güterverkehr zwischen Schiene, Straße, Wasser- und Luftwegen reibungslos verlaufen könne.

Die Branche hat besonders den designierten US-Präsidenten Barack Obama für sein Versprechen gelobt, Investitionen in den Bau und die Wartung von Straßen als Mittel, den wirtschaftlichen Aufschwung wieder anzukurbeln, Priorität einzuräumen. 

Advertising