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EU-Politiken, die sich vorrangig auf die Verbesserung der Fahrzeugtechnologie und der Kraftstoffqualität konzentrierten, seien nicht ausreichend, um die Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors zu senken, so die Europäische Umweltagentur (EUA).
Um die Verkehrsnachfrage zu handhaben, müssten die politischen Maßnahmen über den Verkehrssektor hinausgehen und in Wirtschaftssektoren wie Haushalt, Industrie und Dienstleistungen eingeführt werden, in denen die Verkehrsnachfrage im Grunde ihren Ursprung habe, so ein Bericht
der EUA, der am 3. März 2008 dem Umweltausschuss des Europäischen Parlaments vorgelegt wurde.
Am gleichen Tag trafen sich auch die EU-Umweltminister in Luxemburg, um geplante Maßnahmen zur Senkung der CO2-Emissionen von Fahrzeugen zu diskutieren.
Der Jahresbericht der EUA liefert Daten zu Emissionen des Verkehrssektors und beobachtet die Effektivität der EU-Bemühungen, Verkehrs- und Umweltstrategien miteinander in Verbindung zu setzen. Der diesjährige Bericht versucht insbesondere, die Möglichkeiten für die Abschwächung des Klimawandels durch verkehrsorientierte politische Maßnahmen zu untersuchen. Der Bericht schließt mit der Feststellung, dass freiwillige Verpflichtungen seitens der Automobilindustrie zur Verbesserung der Fahrzeugeffizienz bisher keine ausreichenden Gewinne herbeigeführt hätten.
Verkehr sei im Hinblick auf den Kampf gegen die Erdwärmung und Kohlenstoffemissionen viel zu lang ein Trittbrettfahrer gewesen, sagte die Geschäftsführerin der EUA, Jacqueline McGlade. Regierungen und Bürger müssten ihr Verständnis der Verkehrspolitik vollständig überdenken – wenn nicht aus anderen Gründen, dann zumindest zum Schutz ihrer eigenen Gesundheit.
Laut der EUA wären die gesamten CO2-Emissionen der EU-27 zwischen 1990 und 2005 um 14% statt um 7,9% gefallen, wenn die Emissionen des Verkehrssektors den gleichen Senkungsvorgaben nachgekommen wären, wie die Gesellschaft. Da das Passagieraufkommen stetig steigt und der Frachtverkehr schneller als die Wirtschaft selbst wachse, werde der Transport von Waren trotz des technologischen Fortschritts zunehmend weniger effizient, so die Agentur weiter.
Vergangene Woche wurde das ‚weltweit sauberste Schiff’ - die Victoria
- im Brüsseler Hafen präsentiert. Es ist eines der Ergebnisse von EU-finanzierten Forschungsprojekten zur Senkung des ökologischen Einflusses der Binnenschifffahrt. Der Schiffsmotor ist derart verändert worden, dass seine Emissionen beträchtlich gesenkt werden können (bis zu 98%). Gleichzeitig hilft ein spezielles Navigationssystem, den Fahrweg und die Geschwindigkeit zu optimieren, um den Kraftstoffverbrauch zu vermindern.