Pascal Perrineau, director of the Centre de Recherches Politiques at Sciences Po (CEVIPOF), believes that the 2012 election campaign has already begun. He identified two major issues that are antagonising French society.
One is the Woerth-Bettencourt affair, in which a key minister, Éric Woerth, responsible for labour, solidarity and public services, stands accused of conflict of interest, as his wife works for Liliane Bettencourt, principal shareholder at L'Oréal and the richest woman in Europe.
The Woerth-Bettencourt controversy has been dragging on since June, and Sarkozy has since seen his political ratings tumble.
In what may have been an attempt to improve his standing, the French president ordered the repatriation of Roma from Romania and Bulgaria who live in camps on French soil.
Pascal Perrineau, Direktor am Centre de Recherches Politiques der Sciences Po (CEVIPOF), glaubt, dass die Wahlkampagne für 2012 bereits begonnen habe. Er identifizierte zwei große Themen, die die französische Gesellschaft aufbringt.
Eines sei die Woerth-Bettencourt-Affäre, in der ein wichtiger Minister, Eric Woerth, verantwortlich für Beschäftigung, Solidarität und Öffentliche Dienste, des Interessenkonflikts angeklagt wird, da seine Frau für Liliane Bettencourt arbeitet, die größte Anteilhaberin bei „L’Oréal“ und die reichste Frau Europas.
Die Kontroverse um Woerth-Bettencourt zieht sich bereits seit Juli hin und Sarkozy hat seine politischen Sympathiewerte seitdem in den Keller fallen sehen.
In einem möglichen Versuch, seinen Ruf zu retten, orderte der französische Präsident die Ausweisung von Roma aus Bulgarien und Rumänien, die auf französischem Grund in Camps leben.
Indem er sich in der Romaaffäre sehr hart gegeben habe, scheine Sarkozy seine Talfahrt gebremst zu haben, so Perrineau laut „Europe1“. Seine Sympathiewerte seien um zwei Prozent gestiegen.
Tatsächlich sagen 65 Prozent der Franzosen, sie stimmten den Abschiebungen zu, und 69 Prozent seien dafür, die Camps aufzulösen, so eine Umfrage von Opinionway, die in der Tageszeitung „Le Figaro“ veröffentlicht wurde.
Eine Umfrage von gestern (26. August) im „Nouvel Observateur“ zeigt, dass Sarkozy die Präsidentschaftswahlen mit 41 zu 59 in der zweiten Runde verlieren würde, wenn er gegen Dominique Strauss-Kahn antritt, den derzeitigen Chef des IWF, der aus dem sozialdemokratischen Lager kommt (Parti Socialiste). Sollte er gegen Martine Aubry antreten, die derzeitige Vorsitzende der „Parti Socialiste“, wäre das Resultat 47 zu 53.
Es sei wenig überraschend, dass die Kampagne so früh angefangen zu haben scheint, erklärte Perrineau. Er erinnerte daran, dass für die Wahlen im Jahr 2007 die Kampagne effektiv im Herbst 2005 angefangen habe. Wie es damals schon der Fall war, herrscht auch heute wieder eine Art „Besetzungsproblem“ in den Reihen der Linken, da es unklar bleibt, wer der Kandidat der Linken Mitte diesmal sein wird.
Unter den Rechtskonservativen könnte sich die Rivalität zwischen Sarkozy und Dominique de Villepin vom letzten Mal wiederholen, so Perrineau. In der Tat attackierte De Villepin, der sich noch von einem Verleumdungsprozess seitens Sarkozy erholt, den Präsidenten heftig für seinen Umgang mit der Romaaffäre (EurActiv 24.08.10).
Sozialdemokratische Politikgrößen kritisierten Sarkozy für die Ausweisung der Roma. Martine Aubry beklagte den „französischen Sommer der Schande“. Ségolène Royal, die gegen Sarkozy in der zweiten Runde der Wahlen im Jahr 2007 verlor, sagte, Sarkozys interne Sicherheitspolitik habe den internationalen Ruf des Landes „ruiniert“.
Die moralische Krise sei tief und widere die Franzosen an, so Royal.




