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Die EU-skeptische Sozialistische Partei und die rechtspopulistische Freiheitspartei sind die großen Gewinner der Parlamentswahlen in den Niederlanden. Die christdemokratische Partei (CDA) des amtierenden Ministerpräsidenten Jan Peter Balkenende bleibt stärkste Kraft, steht jedoch vor schwierigen Koalitionsverhandlungen.
Die wichtigsten Ergebnisse der Wahlen vom 22. November 2006:
Niederländische Wahlanalysten interpretieren den klaren Aufschwung der Protestparteien als Pattsituation für eine Regierungsbildung, da weder eine Koalition aus Christdemokraten (CDA) und Liberalen (VVD), noch aus Christdemokraten und Sozialdemokraten (PvdA) die erforderliche Mehrheit erlangen würde. Auch eine Regierung mit sozialdemokratischer, sozialistischer (SP) und grüner (Groen Links) Beteiligung ist rechnerisch nicht möglich.
Es ist noch unklar, welche Auswirkungen diese Wahlergebnisse auf die Europäische Union haben werden, jedoch könnten die großen Wahlgewinne der EU-skeptischen Sozialisten und der Rechtspopulisten neue Stolpersteine auf dem Weg zu einer europäischen Verfassung darstellen.
Die großen Gewinne für die Sozialistische Partei gelten als Beleg dafür, dass sich die Niederlande von einem zuverlässigen Unterstützer der EU zu einem EU-skeptischen Land gewandelt haben. Die Sozialisten um Marijnissen hatten den europäischen Verfassungsentwurf abgelehnt und wollen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, soziale Angelegenheiten, Verkehrswesen und Wohnungswesen den Mitgliedstaaten Kompetenzen zurückgeben. Zudem sollen nach Auffassung Marijnissens auch die nationalen Parlamente eine größere Rolle im europäischen Entscheidungsfindungsprozess spielen.