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Bericht: EU-Bürger für mehr Investitionen in FuE [DE]

Veröffentlicht 13. Januar 2009 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Zwar wird befürchtet, dass die anhaltende Wirtschaftskrise zu Einschnitten führen könnte, doch können sich die Wissenschaftler in Europa auf die Unterstützung der Bürger dafür, dass auch weiter in Forschung und Entwicklung investiert wird, verlassen, ergab eine neue Umfrage, die letzte Woche veröffentlicht wurde.

Die Europäer sind der Wissenschaft gegenüber grundsätzlich sehr positiv eingestellt, ob sie nun als Mittel für die Verbesserung der Umweltbedingungen oder als Möglichkeit zur Verbesserung ihrer eigenen Gesundheit und ihres Alltagsleben diene, geht aus einer im letzten Sommer EU-weit durchgeführten Eurobarometer-Umfrage unter 17- bis 60-Jährigen zu diesem speziellen Thema hervor.

„Diese Ergebnisse sind besonders ermutigend: Sie zeigen, dass die Menschen Interesse an der Wissenschaft haben und dass das Ziel der [Europäischen] Kommission, einen europäischen Forschungsraum zu schaffen, in die richtige Richtung geht“, kommentierte der für die europäische Wissenschaft und Forschung zuständige Kommissar Janez Potočnik.

Mit Blick auf andere Bereiche, die mit dem Thema Gesundheit in Zusammenhang stehen, wie Genmanipulation, genetisch veränderte Lebensmittel und die Verwendung der Wissenschaft zu zerstörerischen Zwecken, wie der Entwicklung nuklearer oder chemischer Waffen, gab es jedoch weniger Konsens.

Auf die Frage nach der Qualität der Wissenschaft in ihren Heimatländern klagten die Bürger häufig darüber, die wissenschaftliche Forschung sei schlecht und unzureichend. Als Hauptgründe hierfür nannten sie die geringen Budgets für die Forschung, das Fehlen einer politischen Vision und die schlechte Organisation öffentlicher Forschung. Sie kritisierten jedoch auch das allgemein geringe Interesse an einer Karriere im Forschungsbereich in Europa.

Wissenschaftler haben mehrfach auf die mangelnde Anziehungskraft der Wissenschaft auf junge Leute in Europa hingewiesen. Das hat bereits dazu geführt, dass viele begabte Wissenschaftler in wissenschaftsfreundlichere Länder wie die USA oder Australien ausgewandert sind.

Besonders in den östlichen und südlichen Mitgliedstaaten hätten die Bürger den Eindruck, die Forschung in ihrem Heimatland sei schlecht, während die Bürger dreier großer Mitgliedstaaten – Frankreich, Deutschland und Großbritannien – mehr Vertrauen in diesen Bereich setzten, ergab die Umfrage.

Das Konzept einer koordinierten europäischen Forschungspolitik konnte daher viel Unterstützung seitens der EU-Bürger gewinnen, die nichtsdestotrotz einräumten, dass sie nicht besonders viel über die aktuellen Initiativen der EU, wie dem Europäischen Forschungsraum (siehe EurActiv LinksDossier), wüssten. 

„Die europäischen Bürger glauben an die Wissenschaft als Instrument für den Fortschritt und fordern eine Forschungs- und Technologiepolitik, die stärker auf europaweite Kooperation setzt. Die EU ist nur dann global wettbewerbsfähig, wenn sie ihr Wissen und ihre Ressourcen bündelt - gemeinsam verfügen wir über mehr Kompetenz als jeder für sich!“, so Potočnik.

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