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Experten: EU soll ethische Aspekte in der Nanomedizin fördern [DE]

Veröffentlicht 29. Januar 2007 - Aktualisiert 29. Januar 2010
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Nanotechnologien können für die Bereiche Diagnose und Behandlung vielversprechende Neuerungen mit sich bringen. Experten haben die Kommission jedoch aufgefordert, durch geeignete Maßnahmen dafür zu sorgen, dass Medikamente und Geräte sicher sind.

Die Europäische Gruppe für Ethik in der Wissenschaft und neuen Technologien (EGE), die die Kommission zu ethischen Aspekten der Wissenschaft berät, hat am 17. Januar 2007 eine Stellungnahme zu ethischen Themen vorgelegt, die durch medizinische Entwicklungen wie auf Nanotechnologien basierende Medikamente oder neue Behandlungsgeräte aufgeworfen werden. 

Nach Auffassung der EGE könnte die Nanomedizin vielversprechende Neuerungen in den Bereichen Diagnose, Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten wie Krebs oder Herzkreislauferkrankungen mit sich bringen. 

Wie das Expertengremium hervorhebt, müsse auf soziale, wirtschaftliche, politische und ethische Belange gewissenhaft eingegangen werden,  um sicherzustellen, dass die Nanomedizin in einer ethisch vertretbaren, demokratischen Maßstäben folgenden und die Rechte der Bürger achtenden Weise genutzt werde.

Die Kommission will im Rahmen des mit insgesamt 3,5 Mrd. Euro ausgestatteten 7. Forschungsrahmenprogramms (2007-2013) sich mit Nanomedizin befassende Projekte mit jährlich rund 100 Mio. Euro ausstatten. 

Die EGE fordert in ihrer Stellungnahme, dass auf Bedenken bezüglich der Entwicklung der Nanomedizin eingegangen werden müsse, und empfiehlt die Entwicklung von Maßnahmen zur Kontrolle der Sicherheit von Produkten.

Zudem sei Transparenz im Hinblick auf Unsicherheiten und Wissenslücken unerlässlich, damit das Vertrauen der Öffentlichkeit in Nanotechnologien gefördert werden könne. Die Expertengruppe schlägt in diesem Zusammenhang die Ausrichtung von wissenschaftlichen und öffentlichen Debatten vor, bei denen es um Herausforderungen und Möglichkeiten der aktuellen und künftigen Nanomedizin gehen solle, so die EGE.

Die Experten empfehlen zudem die Einrichtung eines „Europäischen Netzwerkes für Ethik in der Nanotechnologie“. 

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