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3. Dezember 2008
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IKT soll Probleme in der Alterversorgung lösen [DE][en][fr

Erschienen: Dienstag 2. Oktober 2007   

Das neue Forschungsprogramm der EU zu umgebungsbetreutem Leben ("Ambient Assisted Living"; AAL), das 2008 beginnen wird, soll die Lebensqualität älterer Menschen verbessern, indem es effizientere und personalisiertere Gesundheitssysteme und neue Geschäftsmöglichkeiten für die europäische Industrie schafft.

Hintergrund:

Die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen steigt und die europäische Bevölkerung altert: die Zahl der Menschen im Alter von 65 und 80 Jahren wird vermutlich zwischen 2010 und 2030 um 40% steigen.

Um auf die wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen dieses demographischen Wandels reagieren zu können, hat die Kommission im Juni 2007 vorgeschlagen, einen AktionsplanPdf external zum „Wohltuenden Altern in der Informationsgesellschaft“ ins Leben zu rufen. Das Ziel ist es, Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zu nutzen, um die effiziente Bereitstellung von Gesundheits- und Sozialpflege sicherzustellen und um zunehmend Möglichkeiten für eine gemeindenahe Versorgung oder eine Selbstversorgung und für Dienstleistungsinnovationen zu schaffen.

Der Aktionsplan wird begleitet von einem neuen Forschungs- und EntwicklungsprogrammPdf external , das die Lebensqualität älterer Menschen durch die Nutzung von IKT verbessern soll: umgebungsunterstütztes Leben („gemeinsames Programm AAL“). Das Finanzierungsprogramm AAL soll unter Artikel 169 des EU-Vertrags errichtet werden; dies bedeutet, dass die Initiative von den Mitgliedstaaten geleitet werden wird.

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Weitere Nachrichten:

Die EU-Minister für Wissenschaft haben am 27. September 2007 die Beteiligung der Gemeinschaft am Forschungsprogramm „umgebungsunterstütztes Leben“ diskutiertPdf external . Das Programm soll von einer Reihe von EU-Mitgliedstaaten und Drittstaaten 2008 umgesetzt werden.

Die Ziele des sechsjährigen Programmsexternal  sind:

  • Die Förderung innovativer IKT-gestützter Produkte und Dienste für ein angenehmes Altern, und somit die Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen und die Senkung der Kosten für Gesundheits- und Sozialfürsorge;
  • Die Verbesserung der Bedingungen für eine industrielle Nutzung durch die Schaffung eines einheitlichen europäischen Rahmens zur Entwicklung gemeinsamer Ansätze, durch die Erleichterung der Lokalisierung und durch die Senkung der Kosten für Pflegedienste;
  • Schaffung und Einsatz einer nennenswerten Menge von Forschung, Entwicklung und Innovation in Bezug auf Technologien und Dienste für das wohltuende Altern auf EU-Ebene.

Bisher haben Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Spanien, Ungarn und Zypern ebenso wie Israel, Norwegen und die Schweiz zugestimmt, gemeinsame Aktivitäten zu koordinieren, um einen Beitrag zum AAL-Programm zu leisten.

Das Budget des Programms wird vermutlich etwa 300 Millionen Euro für den Zeitraum 2008 bis 2013 betragen und zu gleichen Teile von den Mitgliedstaaten und der EU finanziert werden.

Positionen:

Viviane Reding, die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien sagte, die alternde Bevölkerung Europas sei eine Herausforderung für den Arbeitsmarkt und die Sozial- und Gesundheitssysteme der EU. Sie fügte hinzu, Informations- und Kommunikationstechnologien würden neue und zugänglichere Produkte und Dienste bereitstellen, die den Bedürfnissen der älteren Menschen gerecht würden.

Nächste Schritte:

  • 19. Dezember 2007: Erste Lesung im Parlament.

  • 2008: Der offizielle Beginn des Programms AAL.

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